Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 8 (1890)
- Issue
- 1890
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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12 religiösen Sittenweisheit sich emporgerungen, die auf Sinai's Höhen dem Bolle mit Posaunenklüngen sich hat offenbart. Gerade wie der einfache Ton (תקיעה) ist Dein göttlicher Wandel, o Herr, gewunden mW verschlungen ist des Menschen Denken und Thun. Laß von des Daseins finsterer Verschlingung, den שברים, den Trümmern vereitelter Wünsche und Bestrebnngen, zur תרועה, zum Triumphe jener Wahrheit uns erheben, derer: Siegcsruf die Welt durchzittere. Der grade schlichte, einfache T'kiah-Ton bedeute allen Bewohnern der Erde das Heil, welches urrsere Glaubensgemeinschaft weihet und verherrlicht: ה־ אחד ושמו אחד• Gott ist einzig, Sein Name einzig (Zachar. l4,9). Gelobt und gepriesen seist Du in Glanz und Herrlichkeit, in aller Ewigkeit A m e n! u. Predigt;um Neujahrstage. Meine Andächtigen! Die heilige Schrift erzählt uns im heute vernommenen 1. Kapitel Samuel von einer Frau, die schweren Gemüths vor Gott hintrat und die Noth ihrer Seele vor ihn trug; sie betete still und in sich gekehrt, nur die Lippen bewegten sich und ein Laut war nicht vernommen; nicht weit davon stand ein ehrwürdiger Greis, und dieser Greis hielt die Betende, die ganz bei ihrem Gotte war, für eine Trunkene; ״denn cs war dazumal nicht Sitte, leise und gelassen zu beten".*) ר S. Raschi z. St..שלא היו רגילין להתפלל ברחש