Mannheim
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  1. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 22

    nehmen, schreibt er am 2. Juni 1813 aus Teplitz: „Daß Einquartierung jeder Art immer eine Beschwerde sei, davon habe ich zu viel Erfahrung, als daß ich dero freundliches Anerbieten sogleich anzunehmen wagen sollte, doch werde ich nicht verf…

  2. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 23

    Es hat aber ununterbrochene Verbindung mit Prag gegeben, vom Jahre 1785 an, als Goethe zum erstenmal Karlsbad besuchte, bis zum 15. März 1832, eine Woche vor seinem Tode, als er den letzten Brief an den Grafen Sternberg und den letzten Brie…

  3. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 24

    …Martin David, der Professor der innern Medizin Dr. Johann Baptist Höger, die Dichter Ludwig Jeitteles (Justus Frey) und Karl Egon Ebert, der Wegbauinspektor Ritter, der schöne Wavelliten aus seinem Bezirk mitbringt, Dr. Iwan, Dr. Lehner, die junge Malerin…

  4. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 25

    … „süßen Hoffnung" hin, daß dieser Wunsch erfüllt werde. Liebich schickt seinen Kapellmeister — es war kein anderer, als Karl Maria von Weber — nach Berlin, um wegen der Musik mit dem dortigen Kapellmeister des Königstädtischen Theaters Bernhard Anselm Weber, e…

  5. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 26

    …ne, die sich nach demTode ihres Mannes auf die Hrebenka bei Prag zurückzog. Das Ehepaar Woltmann war im Sommer 1813 aus Breslau nach Prag geflüchtet, wo glücklicherweise gerade der preußische Minister Freiherr von Stein weilte. Dieser vermochte nu…

  6. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 27

    …ten ihn ausserordentlich zu Gunsten unserer Stadt. Als Lilly Parthev (eine Enkelin des Buchhändlers und Schriftstellers Friedrich Nicolai) den Dichter 1823 in Marienbad besuchte, da rühmte er ihr Prag ganz besonders und sprach als von einer wahren Königs- u…

  7. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 28

    ten unter Vorbehalt des Eigentumsrechtes viele Gemälde aus ihrem Besitz hinzu, so daß sich die noch heute bestehende Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde bilden konnte, die die Gemäldesammlung übernahm und eine Kunst- und Zeichenschule e…

  8. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 29

    mehrstenteils Schlesier, Schwaben, Preußen waren, das Bundeslied: Bekränzt mit Eichenlaub die Becher, krönet Die Becher rings umher! Denn wir sind deutsch! Und was noch süßer tönet: Wir sind Westfälinger! So sangen auch die Deutschen in Böh…

  9. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 30

    sehen Kasino, wo jetzt die Landesbank die finanziellen Schätze des Landes verwahrt, mit seinen mineralogischen Schätzen und wußte allenthalben das Interesse der Natur- und Heimatsfreunde für die neue Gründung zu erwecken. Goethe schreibt an…

  10. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 31

    dem er durch den Grafen Sternberg bekannt gemacht worden, seine „Geschichte der böhmischen Sprache und Literatur", Sternberg sandte „Versuch einer Naturgeschichte Böhmens" von Dlask, der Dichter Machacek ,,in Seiner Excellenz Innigster Vere…

  11. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 32

    tigsten und bittersten Angriffe gegen das Deutschtum in Verse zu bringen, was wieder die österreichische Regierung nicht hinderte, Kollar zum Professor an der Wiener Universität zu machen. Große Erwartungen knüpften die Tschechen an die Auf…

  12. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 33

    für, aber bloß, um es abzutun und sodann hinter sich liegen zu lassen." Damit erscheint das Interesse Goethes an den Tschechen erledigt. Er korrespondiert noch mit Sternberg über naturwissenschaftliche Fragen und findet sich lebhaft angereg…

  13. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 34

    …Deutschland so verschieden waren, daß er sich an — China erinnert fühlte. DES BAUMGARTENS POLIZEILICHES SUNDENREGISTER. Egon Erwin Kisch. Er liegt dezemberlich da; was noch vor kurzem Blumenbeet war, ist jetzt Glatze, was vor kurzem als Gehölz emporragte, …

  14. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 35

    sich. Jedoch, hart an der Stadt gelegen, ist ein Park nicht einmal im Frühjahr wirkliche Natur, mag er auch noch so groß sein, noch so müde Weidenzweige haben und noch so strahlende Rosen und noch so alte Bäume. Nein, er ist von der Großsta…

  15. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 36

    de einer Kalesche ein bisserl auf, so meldet es ein k. k. Kommissär und fügt freudestrahlend hinzudie im Fond sitzende Komtesse Henriette Chotek, Erlaucht, kam mit dem bloßen Schrecken davon." Bei Reitunfällen wird bemerkt, daß ein Akazienb…

  16. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 37

    oder Quark, Rosinen und halben Mandeln feilzubieten versuchen, (drei Stück: fünf Kreuzer), kriegen die Polizeihaft zu schmecken, wenn sie nicht eine marktpolizeiliche Verkaufsbewilligung haben. Einem Manne aus Holleschowitz, der trotz wiede…

  17. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 38

    welche Prozedur traditionsgemäß unter allerhand Krawallen vollzogen wird. Gegen Exhibitionisten, die bei jungen Mädchen verständnisvolles Ärgernis erregen und diese zu…

  18. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 39

    schrieben, demzufolge bei dem Ablassen des Karpfenteiches zwei Leichen am Grunde aufgefunden wurden, von denen laut beiliegendem Lokalbefund des Polizeiarztes, die des Rudolf M. höchstens eine Woche, die der unbekannten Frauensperson etwa d…

  19. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 40

    …s einen beschriebenen Zettel:,, Auf diese Bank, auf der meine Liebe erblühte, lege ich ihre Frucht." JUGENDGEDICHTE VON FRANZ WERFEL. Das erste Buch eines Dichters ist selten sein erstes, sein neuestes selten seinjüngstes. Vor dem,,Weltfreund" (1911 er…

  20. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 41

    ■Man EISGANG. (1906.) Noch dröhnt es dumpf wie ein schwerfälliges Fuhrwerk Auf dieser Brücke mit den Schutzpatronen, Den Heiligen mit Glorien und Kronen . .. Doch horch! Nun schwillts wie aus gewaltigem Uhrwerk,, Das Pendel pocht in langen …