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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 31 (sequence 31)
Language
German
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dem er durch den Grafen Sternberg bekannt gemacht worden, seine „Geschichte der böhmischen Sprache und Literatur", Sternberg sandte „Versuch einer Naturgeschichte Böhmens" von Dlask, der Dichter Machacek ,,in Seiner Excellenz Innigster Verehrung" schickt die Iphigenie, die er „durch der Slawen tönendes Wort in Massen, die sich der Antike nähern", nachgebildet hat. Machacek hat auch Schillers Jungfrau von Orleans, die Texte von Don Juan, Freischütz, Schweizerfamilie ins Tschechische übersetzt und Goethe, von dem wir einen großen Aufsatz über die Prager Museumszeitschrift besitzen und der selbst einige Beiträge für diese Zeitschrift geleistet hat, rühmte den Ubersetzungen nach, „daß sievondemReichtumund der Biegsamkeit der tschechischen Sprache, sowie von dem Talent des Ubersetzers eine nicht geringe Vorstellung erwecken." Auch ein anderer begeisterter Verehrer stellt sich mit Ubersetzungen ein. Es ist Franz Ladislaus Celakovsk^, der seiner Jugendschwärmerei treu geblieben ist. Er charakterisiert die beiden Dichterfürsten: „Schiller führt dieMenschen unter die Götter, Goethe die Götter in die menschliche Gesellschaft ein". Er übersetzt das Mignonlied und die Geschwister und am 2. Januar 1830 sendet er (er gibt seine Wohnung an: Altstadt, Graf Thun'sches Haus) seinen „Ohlas pisni ruskych" und beruft sich auf Landsleute, die ihn persönlich kennen: auf den Grafen Sternberg und auf Kollar. Kollar, ein ungarischer Slowak, hatte während seiner Studienzeit in Jena Goethe aufgesucht, dessen begeisterter Verehrer er war. GoethesWerke boten seinem Empfindungsleben die reichste Anregung ebenso, wie sie für ihn die Quelle der Lebensweisheit, ja, der Maßstab des guten Tones waren. Die Begeisterung für Goethe hinderte jedoch den Slowaken nicht, in seinem Liederzyklus „Slävy dcera" die hef- 31

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