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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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dem Invalidenhause widme. Liebichs Bitte wird durch einen Brief der Freundin Goethes, der Baronin Sara von Grotthus aus Dresden, ausführlich und eindringlich unterstützt: „Ja, es ist unseres erhabensten Lehrers, Goethes, ganz würdig, den Moment für die Ewigkeit an heilbringenden Früchten zu benützen „Ich bin so ergriffen von dem Gedanken, daß Tränen meinen Augen entrollen und ich dies alles in Zittern einer gefaßten Hoffnung und Furcht ihrer Nichterfüllung, wie durch eine Art von Eingebung hingeschrieben habe." Goethe antwortet dem Prager Direktor, daß er eine ähnliche Aufforderung von Berlin bekommen habe: ein Festspiel zur Feier des Wiedereinzugs des preußischen Königspaares in Berlin zu schreiben. Er könne ein und denselben Gedanken, um den es sich im Grunde handle, nicht zweimal bearbeiten, stelle aber dem Direktor Liebich anheim, das Berliner Stück aufzuführen. Goethe hatte den Berliner Auftrag mit Dank aufgenommen; er fand darin eine würdige Gelegenheit, „der Nation auszudrücken, wie ich Leid und Freude mit ihr empfunden habe und empfinde". Liebich bittet dringend um das Manuskript und zugleich darum, daß der Dichter Änderungen, die etwa für Böhmen nötig wären, selbst vornehme. Der Oberstburggraf Graf Kolowrat gebe sich der „süßen Hoffnung" hin, daß dieser Wunsch erfüllt werde. Liebich schickt seinen Kapellmeister — es war kein anderer, als Karl Maria von Weber — nach Berlin, um wegen der Musik mit dem dortigen Kapellmeister des Königstädtischen Theaters Bernhard Anselm Weber, einem Opernkomponisten, der gleich dem ersten Prager Konservatoriumsdirektor Dionys Weber und Meyer beer ein Schüler des Abtes Vogler war, zu konferieren. Ifflands, des Berliner Direktors, Tod, Hinzögerungen des Komponisten, 25

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