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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 34 (sequence 34)
Language
German
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man in katholischen Ländern gelten läßt, „was die protestantischen Universitäten und Akademieen, welche sichso großer Liberalität rühmen, inVerruf getan haben". Der letzte Eindruck also, den Goethe von Prag empfing, war erfreulicher Natür. Daß der Dichter trotz seiner regen und engen Beziehungen nicht nach Prag und auch nicht nach Wien ging, von denen er das Obers ja in Karlsbad und Marienbad abschöpfte, erklärt er selbst in dem schon zitierten Brief an den Geheimen Staatsrat Schultz: „Nach Prag bin ich, ohngeachtet Ihrer Anmahnung doch nicht gegangen; ich fürchte mich durch so viele Rücksichten geniert zu sehen." Er fühlte sich ja sehr wohl in den deutschen Gauen Böhmens, er schätzte die Männer und Frauen der Gesellschaft, der Wissenschaft und der Literatur, die ihm hier in so großer Zahl nahekamen, aber er scheute die große Stadt als einen Organisations- und Mittelpunkt des reaktionären Polizeistaates, dessen Einrichtungen von denen des übrigen Deutschland so verschieden waren, daß er sich an — China erinnert fühlte. DES BAUMGARTENS POLIZEILICHES SUNDENREGISTER. Egon Erwin Kisch. Er liegt dezemberlich da; was noch vor kurzem Blumenbeet war, ist jetzt Glatze, was vor kurzem als Gehölz emporragte, ist ein Bündel impotenter Stöcke, was noch vor kurzem lauschige Ecken waren, sind jetzt verdächtige Schlupfwinkel. Schwärmer gibt es, die behaupten, ein winterlicher Park habe etwas besonders Schönes an 34

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