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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 108

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 108 (sequence 130)
Language
German
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108 stärkenden Weine der Frömmigkeit und Tugend werden sollten? Act), daß er da auf Trauben harrte, und Israel trug nur Harlinge, hielt nicht fest den Engel des Herrn bei sich, ließ ab vom Gesetze des Herrn, wandte sich zum eitlen Götzendienste, bis da niedergerissen ward die Mauer des Weinbergs, niedergetreten sein Zaun, bis er abgelesen, zertreten, unbeschnitten, unbeackert, Dornen und Disteln tragend blieb, und die Wolken nimmer auf ihn regneten (Ebendaselbst V. L. 5.) Meine Geliebten! Israel schwand noch nicht aus der Reihe der Lebendigen, noch steht es da, wenn auch niedergetreten, unbeackert, voll Dornen und Disteln — aber noch kann es wieder erblühen, noch kann und wird und soll der Weinberg des Herrn Zebaoth, die Pflanzung seiner Freude echte, reife Trauben tragen, und dastehen im Schmuck der grünen Blätter, der weißen Blüthen und der blauen Beeren, eine Pflanzung der Freude und zur Freude! Und wie dies geschehen kann? Ich will es euch zeigen. Wenn dieses Geschlecht, das jetzt in diesen Mauern steht, ganz- und über-reif, wenn das gegenwärtige Mannesgeschlecht auch nicht mehr fähig ist, andere Früchte zu tragen, als es trägt, denn da ist der Stamm ausgewachsen, und der Saft des Lebens hat schon seine festen Gänge — so haben wir doch um uns ein junges Geschlecht, zart noch und bildsam, Sprößlinge, die, in den rechten Boden gesetzt, zu aufrechten, geraden Stämmen gezogen werden können. So lasset uns denn, ihr Eltern, für sie fefthalten den Engel des Herrn; und wie dieser den Manoah anwies, auf welche Art er seinen Sohn Simson erziehen solle, so sollen uns die eben gehörten Worte Jesaias anweisen, wie wir unsre Kinder zu erziehen haben, unsre Kinder, auf daß die kommenden Geschlechter nicht Härlinge tragen, wenn wir auf Trauben harren, sondern zu einem lieblichen Weinberge des Herrn werden auf einem fetten Hügel. Ja, diese Worte des Propheten, israelitische Eltern, sind auch für euch

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