-
63 ihnen, wenn sein höheres Bewußtsein, sein Gewissen längst untergegangen ist in seinem Sündengewebe, sein Gefühl längst abgestumpft, seine Ansichten längst vom Gifte der Irrung getränkt sind — stehe! plötzlich, wie aus wolkenlosem Himmel …
-
St schlummerte. 181, ^!2N3 Die da mandeln in Finsterniß, spricht Iesaias (9, 1), sie sehen ein großes Licht, M die da wohnen im Lande der Todesnacht, strahlendes Licht geht über ihnen auf. — II. Haben wir aber nun, geliebte Zuhörer, nicht b…
-
dem das Strafgericht übertragen ist, bei unserm ganzen Verbrechen, vom ersten Gedanken bis züm letzten Vollenden zugegen gewesen, und vernahm, was uns anspornte und abmahnte, das Geschwornengericht ist gleich gegenwärtig, die heilige Vehme …
-
66 mer allein sind und einsam, sondern daß innen neben unserm armen Ich noch die reiche Gotteskrast waltet — dieses Wissen, diese Gewißheit macht uns selsenfest und standhaft, und gibt uns überirdische Zuversicht. Endlich zur Erkenntniß, da…
-
Die Erlösovg. Predigt zum 'w über Micha 7, 8. Andächtige Brüder und Schwestern! Weil' ich auch in der Finsterniß, Gott ist mir Licht! Also spricht der Prophet Micha. Hat sich auch dichte Finsterniß um uns gelegt, stieg die Nacht herauf und …
-
68 Wir sind hier in einem Gotteshause, meine Brüder und Schwestern; jeder Laut, der in diesem Raume ertönt, jedes Gebet, das hier gesprochen wird, jeder Seufzer, der hier aus dem Herzen eines Sterblichen sich windet, erinnert uns an die Wah…
-
Da sagte R. Chaja: Also, Bar Rabbi, wird die Erlösung Israels geschehen; anfangs wird sie ganz klein sein, alsdann wird sie nach und nach immer größer werden. Darum spricht Micha: Weil' ich auch in der Finsterniß, Gott ist mir Licht. Also e…
-
70 schon die Keime des Todes mit uns herum. Unter der Schneehülle des Winters ruhet schon die Saat für den kommenden Frühling; und die Umwälzungen und Schicksale der Völker entspringen aus lange verborgenen Ursachen — so wie der Grund zum g…
-
71 erwarten: sondern auch seine Finsterniß wird langsam übergehen in das Licht vor der Morgenröthe, dann in die Morgenröthe selbst, und zuletzt in einen immer Hellern und Hellern Tag - seine Fesseln werden langsam abgenommen, das Joch und d…
-
72 unglaubliche Beschränkung! kein Stand, kein Gewerbe, keine Gilde öffnete ihre Reihen, um einen Abkömmling Abrahams einzulassen; keine Kunst, keine Wissenschaft war für sie erreichbar; keine Ehre, keine Würde konnte sie auszeichnen, konnt…
-
73 Brüder, und seine Verkündigung ist eingetroffen. Mit der Menschheit gehet auch die Erlösung Israels Schritt vor Schritt, und wo man den Menschen anerkennt, erkennt man alsbald auch den Israeliten an. Welche Wirkung muß nun aber dieser Au…
-
7L Welches ist aber diese innere Freiheit? Da gibt es Menschen, meine Brüder, welche meinen, sie wären frei, wenn sie Religion und Glauben, Gesetz und Gebot von sich werfen, wenn sie den Gott droben, die Blinden! leugnen, seine Weltregierun…
-
75 gnügungen, um ihre Genüsse und ihre Güter, und lassen Religion und Gott weit hinter sich, als wären es Dinge, die sie nicht beträfen. Also steht es in Israel, und Wenige begreifen, was das Rechte sei! Auch das ist eine Gefangenschaft, ei…
-
s»I. Die Erkcnntliiß des Herrn. Predigt zum N-« 'L über 2 B. Mos. 33, §4—16. n? ^rizn Der du dem Schwachen Kraft verleihest, dem Ohnmächtigen Stärke, dem Kranken Genesung — du lösest die Fesseln, und linderst die Schmerzen — Mtz-! du bist u…
-
77 So hat der Herr, geliebte Brüder und Schwestern, den Menschen aus den Pforten des Schlummerlandes in das Land des Lebens gerufen, so ruft er ihn unzählige Male zurück von den Pforten des Todes, denen er schon nahe stand — oft haben die M…
-
78 Wozu hast du sie auf diese Erde gesetzt, um ein solch' verworrenes Gemälde hervorzubringen, einen ewigen Knäuel zu schlingen, der niemals gelöst wird? Was ist unser Amt hienieden, unser Sollen, unsre Bestimmung auf Erden? Zu welchem Endz…
-
79 den Kampf der Leidenschaften durchkämpfen, hiezu wird er geboren, und hiezu stirbt er. Das ist die Aufgabe des Menschen, dies seine Bestimmung, dies sein Werk. Nicht die Erde ist sein Ziel, nicht irdische Güter sind sein Zweck, nicht ird…
-
80 und dies dein Volk, vor allen Völkern des Erdbodens? Dies sind die Worte des Heils, die ich heute auslegen werde, meine Brüder; merket wohl auf sie, wendet ein aufmerksames Ohr ihnen zu: sie werden euch lehren zur ersten Hälfte, daß die …
-
84 Aber die Erkenntniß, die kommt zu Wenigen. Daß der Begriff dieser Gottheit unsre Seele ganz und gar durchdringt, daß unsre Gedanken sich ganz in den Gedanken der Gottheit versenken, daß unsre Gefühle mit dem Gefühle der Gottheit eines we…
-
82 Jenseits? Das'sagt uns schon die Kenntniß Gottes, und ist so eine Morgenröthe in der finstern Nacht. Aber die Erkenntniß Gottes, diese beseligt uns mit göttlichem Frieden inmitten der Stürme, diese läßt uns alle jene Gefahren, jenen Druc…