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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 68

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 68 (sequence 90)
Language
German
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IRI
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68 Wir sind hier in einem Gotteshause, meine Brüder und Schwestern; jeder Laut, der in diesem Raume ertönt, jedes Gebet, das hier gesprochen wird, jeder Seufzer, der hier aus dem Herzen eines Sterblichen sich windet, erinnert uns an die Wahrheit dieses Spruches des Propheten. Aber auch in unserer eigenen Brust tönen diese Worte wieder, und Keiner ist hier unter uns, der, wenn er zurückgeht in die vergangene Zeit, in die Tage, die ihm waren, sich nicht erinnere einer Zeit, wo er um sich sah Nacht, finstere Nacht, und wo er nur ausrufen konnte: Gott, der über mir ist, nur du bist mein Licht — und er war sein Licht, und die Zeit ist eben vergangen dadurch, daß Gott sein Licht war. Und um so mehr werdet ihr mir folgen, wenn ich das Fest Euch in Erinnerung bringe, das in der künftigen Woche zu uns kommt. — Welche Finsterniß war da um Israel! Die dichteste, denn es war die Nacht des Todes, des Untergangs, der Ausrottung, der Vertilgung "Mdt 2^2 2^31 rp M ^32 'v2 riy — zu vertilgen, umzubringen, zu verderben alle Juden, Jünglinge und Greise, Kinder und Frauen an einem Tage (Esth. 3, 13.) Ein Herrscher hatte es geboten über 127 Provinzen, alle Völker des Orients aufgefordert gegen das wehrlose Häuflein. Wer war da das Licht in der Finsterniß? Gott! Sein Arm brachte den verachteten Greis von dem Thore des Palastes in den Palast hinein, und also wurden sie gerettet. So höret hierüber Worte der Erleuchtung und Aufklärung, wie sie uns von unfern Weisen geboten werden. Im Talmud Jeruschalmi Meß. Berachoth, Seite 2 des dritten Blattes wird erzählt: „Rabbi Chaja, der Große genannt, und R. Simeon der Sohn Chelephta's gingen mit einander im Thale Arbel. Da sahen sie, wie das Licht der Ajeleth Haschachar, (das ist, die Strahlen, die der Morgenröthe vorangehen) hervorbrach.

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