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26 6 Gumprich Friedberg. Moses Aron Fuld. Feist Herz Grans. Herz Geiger. Todros Haas. Abraham Raphael Hahn. Chajiin Henoch Halle. Mendel Wolf Heidelberg. Salomon Kann. Jsaak Herz Kulp. Samuel Ber Landau. Joseph Samuel Maas. Salomon Chajiin …
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Handschriftliches zur Geschichte der Juden in Prag in den Jahren 1744—1754• Von Salomon Hugo Lieben in Prag. Zweck dieser Publikation ist es, eine kleine handschriftliche Chronik, die eine der traurigsten Perioden in der Geschichte der Jude…
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schützaffäre nach einer Abschrift*) der hiesigen israelitischen Gemeindebibliothek und ein Verzeichnis der im Jahre 1744 Ermordeten nach einer Eintragung in einem Chewra Kadischa-Buch* 2 3). — Nun einige Worte über unsere Handschrift; sie z…
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269 einen viel grösseren Umfang unserer Chronik lässt auch die Beinerkling schliessen, (lass von R. Salman Koref sclion im Jahre 5509 ״ דח שמ״ה ע״אauf folio 345aa die Rede war. Ich glaube deshalb mit der Annahme nicht fehlzugehen, dass wir …
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270 55041). Sobald man von dem Anrücken des Königs von Preussen gehört hatte, wurde von allen Rathäusern * 2) der Stadt Prag und auch in der Judenstadt bekannt gemacht, dass sich jedermann mit Proviant für 2 Monate zu versehen habe; dadurch…
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_271 forderten die Stände die Juden auf, der Kaiserin freiwillig ein grösseres Darlehen zu gewähren und versicherten die Juden dafür der kaiserlichen Gnade und Dankbarkeit. Die Vorsteher erbaten sich Bedenkzeit, beriefen eine Versammlung de…
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272 Pech und Schwefel zur Anfertigung• von Feuerbränden, die man von den Stadtmauern lierabwerfen könnte, um so die Stellung der Feinde besser zu sehen und ein schärferes Zielen zu ermöglichen. Die Preussen schlugen eine Brücke beim Invalid…
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…ie steinerne Brücke unpassierbar und errichtete dort Barrikaden und ein Blockhaus, damit für den Fall der Eroberung der Allstadt die Kleinseite sich halten könne. Am 9. Tischri 6) — als die Sache der Belagerten schon hoffnungslos war — wurden alle …
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274 ihrer Forderungen zu holen, weil sonst — wenn die Kassa in die Hände der Feinde fiele — die Stände für diese Schulden aufkommen müssten. Vor Beginn des Versöhnungstages wurde den Gemeindevorstehern das Darlehen von 12000 fl. gezahlt. Au…
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275 lieber Weise; sie zerstörten die Häuser und vergossen unschuldiges Blut. Fromme und biedere Männer1), Mendel, der Sohn des Jereremias, Leb Lion, Leb Gadels, wurden meuchlings vom Fenster eines Bierschankes aus durch Schusswaffen ermorde…
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276 verbargen sie sich im Hause eines ihnen bekannten Beamten. Hier hörten sie wiederum von den Nachbarn, dass Juden erschlagen worden seien und dass auch die Juden drei Mann von der Landmiliz getötet hätten. Um sich über die Vorfälle in de…
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277 noch an der Arbeit, ohne dass sie sonderlich von den zum Schutze der Juden anwesenden ungarischen Reitern daran gehindert worden wären. Die Preussen riefen den Reitern zu, dass ihnen ein grosses Heer auf dem Fusse folge und dass jeder, …
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278 Verbänden. Am 8. Tage des Laabhüttenfestes1) legte er den Juden eine Kontribution von 40000 fl. auf, als Beitrag zu den Unterhaltungskosten der im Interesse des bayerischen Kaisers gekommenen Truppen. Auch von den Bürgermeistern, den Ka…
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279 Abkommen getroffen, wonach jeder Soldat an Stelle von Fleisch und Salz 7 Kreuzer zu erhalten hatte; diese Barzahlung betrug insgesamt 24000 fl. per Monat. Die Bürgermeister verlangten, die Juden sollten zu diesen 24000 fl. den sechsten …
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_280 oder man Fleisch für einen Kranken benötigte. Am 8. Tag des Laubhüttenfestes1) befahlen die Preussen den Prager Städten, täglich 4000, den Juden, täglich 250 Schanzenarbeiter zu stellen. Die Juden kamen, um den Anschein zu vermeiden, a…
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281 Einsiedel liess sofort alle Stadttore absperren, damit niemand die bei Königssaal liegenden österreichischen Husaren und Banduren, die von dort aus die Zufuhr des Proviants zu verhindern suchten, von dem bevorstehenden Abzüge in Kenntni…
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282 und bei dieser Gelegenheit sprach General Einsiedel zum dritten Male für die Juden. Am 20. Tischrix) hatten die Gemeindevorsteher von den Bürgermeistern die Zusage erlangt, zum Schutze der Juden in der Zeit zwischen dem Abzüge der Preus…
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283 __ Smichow nach dem Proskai über und verfolgten die abziehenden Preussen; die Bewohner der Stadt warfen Steine aus den Fenstern auf die Abziehenden. Am Kleinseitner Brückenköpfe wandten sich die Preussen und lieferten ein Treffen, wobei…
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_284 Porzellangefässe wurden von den Fenstern hinabgeworfen. Den Juden liess man nicht einmal die Kleider am Leibe. Die Bethäuser und Lehrhäuser wurden erbrochen, die silbernen Geräte und alle Kostbarkeiten wurden geraubt, die heiligen Thor…
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285 Schutze der Judenstadt, gegen Abend wurden noch weitere 30 Banduren gedungen; jeder derselben bekam täglich einen Gulden, die über je 10 gesetzten Führer 1 Dukaten und die Befehlshaber von je 30 Mann drei Dukaten ausser Speise und Trank…