Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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31 nimmt. Er will dort seine Schwiegertochter besuchen, um welche Samuel Juda, der Sohn des großen Gelehrten und Rabbiners Meir Padova, für seinen Sohn geworben hat. Er ist gegenwärtig 50 Jahre alt und hat 22 Jahre in Aegypten das Richteramt geführt26), aber wegen einer zufälligen Ursache sich veranlaßt gesehen, von da auszuwandern. Seit zwei Jahren wohnt er mit seiner Familie hier. Er versteht 12 Sprachen und ist bewandert in vielen profanen Wissenschaften, während er im Talmud ungemeine Kenntnisse besitzt. Er ist auch reich und hat 5 — 6000 Gold - Scudi. Gott schenke ihm ferner seine Gnade! Seit ich Venedig verlassen, fand ich nicht einen so ehrwürdigen Gottesmann, wie dieser ist. In seinem Hause ward mir ein Ruhepunkt zu Theil, ein Freund, der mich leitet und mir auf alle Weise mit Rath beisteht. Er liebt mich und ich verehre seine hohe Wissenschaft so innig, daß ich fast geneigt wäre . hier zwei Jahre zu bleiben, um unter seiner Leitung zu studiren, denn dieser Ort befriedigt mich vollkommen. Hier kann ich meine Zeit gut ausfüllen; weder Geschäfte noch Haushaltung sollen mich auch nur eine Stunde im Studium stören. Ich werde sein Schüler sein und er wird wie ein Vater mich liebevoll behandeln, seine Fittige über mich ausbreiten, mich vor jedem Unfall beschützen. Bereits bin ich sein Pathe geworden, denn ihm ward ein Söhnchen geboren, und er machte mich zum ersten Beistand (bei der Beschneidung). auf Thatsachen aus den Jahren 1577 und 1580, die er als unbestreitbar beurkundet hinstellt. — Uebrigens stand er bei der Regierung in Polen in hoher Achtung, ward auch, wie es scheint, von Joseph, Herzog von Raxos. dem er seinen Commentar zu Esther (Cremona 1576, 4.) widmete, begünstigt. 26) ve ßossi hat andere Angaben und ist hiernach zu berichtigen. Alles, was über ihn Heilprin kurz berichtet und was Asulai gelegentlich anführt, zeugt, daß sie vom Leben des El. A. keine klare Kunde hatten.