Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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26 der nicht mehr als 5 — 6 Dukaten kostet. Gewöhnlich fährt man Dienstag oder Mittwoch ab und ist vor Beginn des Sabbath in Safet oder Jerusalem. Nur ist zu merken, daß die Juden nicht gern im Sommer nach Joppe fahren, weil ste die algierschen Seeräuber fürchten; doch giebt es dreistere, welche meinen: „Gott behütet die Unschuldigen." Von October bis März ist nichts zu besorgen und man fährt ficherer. Wer von Tripoli nach Safet will, muß in jetziger Zeit erst über Damask gehen, was 3 Tage kostet, dann wieder 3 Tage bis Safet. Außerdem hält man sich an Zwischenorten auf, um Karavanen zu erwarten. Doch soll jetzt mehr Gefahr sein als ehemals, und die Ausgaben sind groß. Man sagt mir, die Reise könnte mir auf 80 Louäi zu stehen kommen. Zudem sind viele Gränzen, auf denen man stets Zoll erlegen muß, bald 10, bald 8 (Bajocchi?). Besonders ist der Zoll hoch in Tripoli und in Damask nicht gering. — Meine Ausgaben für 7 Personen, die meinen Haushalt bilden — Gott beschütze sie! — und 11 Ballen Güter, eingerechnet 14 Tage Aufenthalt in Venedig, betrugen von Venedig bis hierher nach genauer Rechnung 169^ Gold-8euäi. Famaugusta liegt auf einer Ebene, hat einen Hasen, ist befestigt und hat zwei Mauern und ein großes, sehr schönes und festes Schloß. Sie sieht Pesaro ähnlich. Die Regierung hält hier beständig 5 flache Galeeren zur Beschützung der See, und 4 Eapitane in der Stadt mit 800 italienischen Söldlingen. Die Stadt selbst ist frei von Kriegsdienst. Man ist hier sehr wachsam, namentlich in Betreff der morgenländischen Pest, wie in Italien. Wer von einem verdächtigen Orte kommt, wird nicht in den Hafen gelassen, sondern muß 40 Tage warten. Die Häuser der Stadt sind schön und gut gebaut und die Straßen trefflich gehalten. — Zum Markte dienen zw/i Plätze, und vor dem königlichen Palaste befindet sich ein großer, sehr schöner freier Platz. An allen Straßenecken stehen fließende Brunnen.