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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 46

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 46)
Language
German
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25 Amen! — Zurück blieb nur ich und mit mir der Apulier Jsaak, der früher in Ferrara wohnte; denn wir wollten erst günstigere Nachrichten abwarten. Ich befolgte gern den Spruch: „Der Kluge sieht das Unglück und weicht ihm aus!" Gott erwies mir große Gnade und verschaffte mir Gunst in den Augen der hiesigen Gemeinde, welche mich ersuchte, hier zu verweilen oder allenfalls mich niederzulassen. Ich „fand die Ruhe gut und das Land schön" und zog es vor, einige Zeit hier zu bleiben. Denn sagte ich mir, „siehe diese Stadt ist nahe" zu meinem Bestimmungsorte zu gelangen, und zwar näher als Tripoli und Beirut, denn sie liegt in der Mitte aller der Reiseziele. Von hier nach Tripoli ist die Entfernung 100 Meilen, von hier nach Beirut 120, von hier nach Safet 140, von hier nach Akko 200 und 18) von Akko nach Safet ist eine Heine Tagereise, nämlich 28 Meilen; von hier nach Joppe 200 und von da nach Jerusalem zu Lande etwa 40, von hier nach Aegypten 250 und von hier nach Constantinopel 300 (?)"), alles dies nach Seemeilen gerechnet. Uebrigens sind beständig Fahrzeuge unterwegs, von Pesaro gehen täglich Schiffe über Venedig und berühren die meisten Orte, welche ich erwähnt habe, weil die große Halbinsel sie umfaßt2"). Betrachte nur die Entsernungskarte am Fuße dieses Briefes21), so wirst du verstehen, wie man von hier nach Jerusalem reist. Die Kosten der Ueberfahrt sind unbedeutend, mit 8 —10 Dukaten höchstens miethe ich ein Schiff für alle meine Familienglieder und sämmtliche Sachen, entweder nach Akko oder nach Joppe, von da und weiter ist nur ein kurzer Weg zu Lande, 18) Hier ist ein Schreibfehler in der Urschrift; ebenso gleich nachher. 19) Eine rohe Beilage über die Entfernungen giebt richtiger an 1300 M. 20) In der Urschrift ist hier etwas unklar. Unter der Halbinsel, die der Verfasser Jsola nennt, versteht er Griechenland mit den tonische» Inseln. 21) Sie ist nicht des Abdruckens werth.

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