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19111914
  1. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 84

    — 84 — Frage. In den stillen tiefen Nächten, * Wenn der Schlaf mich flieht, Frag ich mich, ob all dies Leiden, Das ich um Dich trag', nur in mir Die neuen Reiche gründet und bevölkert? Drin sich schimmernde Paläste heben, Deren Dach sich wö…

  2. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 85

    - 85 - Frage zu beantworten: wie denken sie über Schülerselbstmorde? Die nächsten Hefte des Anfang werden die eingesammelten Antworten bringen. In Nr. 4 des hektographierten Anfang (August 1908) ist bereits ein Artikel von mir über dieses T…

  3. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 86

    - 8b Professor Gurlitt fügt hinzu: „Die Sache ist vollständig klar und durchsichtig. Diese drei hochbegabten und hochstrebenden Jünglinge, die voraussichtlich für die Kultur unseres Volkes hätten Bedeutung gewinnen können, sind als Opfer ei…

  4. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 87

    - 87 — gegen und verfolgt ihn selbst noch bis nach Hause in Gestalt der meisten Schulaufgaben. Ueber seinem Haupte sammelt er sich an, ihn zu Boden drückend, um ihn mit Drohungen und Schmeicheleien für seinen Zweck gefügig zu machen. Aber e…

  5. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 88

    — 88 — Man hat damals, vor drei Jahren, in meinen Worten eine Verherrlichung, sogar eine Aufreizung zum Selbstmord erblickt. Es war, im Gegenteil, schon damals meine Auffassung, daß ein Siebzehn- bis Achtzehnjähriger, wenn er halbwegs richt…

  6. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 89

    — 89 — standsunfähigen (also lebensunfähigen) Zustand befindet? Will man der Jugend selbst die Schuld daran aufbürden? Das ist doch wohl nicht möglich. Sondern man muß sich mit diesem Vorwurf an ihre Erzeuger und Erzieher wenden. Wahrschein…

  7. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 90

    - 90 — Fazit. M. M. Walther. Ich hab' in viele Bücher geschaut, Gegrübelt, gedacht und gesonnen, Und Regeln gestürzt, und Regeln gebaut, Und immer von neuem begonnen. Ich lief in die Netze der Theorie, Kam wieder damit in Zerwürfnis: Die Le…

  8. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 91

    - 91 — Der Märchenkönig. Ein Theaterstück in 3 Akten von Karl Poduschka. (Bemerkung der Redaktion.) Das Theaterstück in 3 Akten „Der Märchenkönig" von. Karl Poduschka (geb. 1897) ist uns vom Vater des Verfassers zur -Veröffentlichung* einge…

  9. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 92

    - 92 - Legt die Sensen rasch beiseit, Denn es ist jetzt Essenszeit." Michel: Na, da hamma ganz recht, denn ich hab' an Hunger wie a Wolf, der a Wochen nichts gefressen hat, und Du sicher auch, Steffen, was? Steffen: Das versteht sich von se…

  10. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 93

    - 93 — In dem dichten Tannenwald, Wo's finster wird sehr bald, Da wächst ein kleiner Baum, Bei ihm da liegt ein Stein, Und schläft man auf demselben ein, So hat man einen Traum. Man meint der Stein fällt tief, Und man um Hilfe rief. Es blit…

  11. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 94

    — 94 - Reckelwirt erzählt hat. Komm, wir wollen hinein zum Märchenkönig. Hat er uns hierher geleitet, so wird er uns auch jetzt gnädig aufnehmen. (Es donnert und blitzt. Der Märchenkönig erscheint.) Der Märchenkönig: Fürchtet Euch nicht, Ih…

  12. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 95

    — 95 — Wie die Menschen sich in unserem kühlen Schatten an heissert Tagen niederliessen, Um die ozonreiche Maienluft zu geniessen, Wie die Lämmer auf den Heiden, Munter springend, ihres Lebens sich erfreuten. Doch, was sehen wir jetzt!? Brü…

  13. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 96

    - 1)6 - Da, jetzt wieder ein greller Blitz, Gleich darauf ein Donnerkrach. In einen grossen Baum hat es eingeschlagen, Die Flammen zu dem Feuerhimmel ragen, Da prasselt gleich einem Wasserfall der Platzregen nieder, Es blitzt und donnert im…

  14. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 97

    — 97 — Cicero. (Wie er einem Abiturienten erscheint.) [Schluss.] Nach seinem glorreichen Prozesse bekleidet nun Cicero als Liebling d…

  15. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 98

    …on steht Caesar am Rubicon, um sich eine Monarchie zu erkämpfen. Da bietet es ein geradezu lächerliches Schauspiel, wie Cicero, der, da er noch cum imperio ist, Rom nicht betreten darf, mit seinen Liktoren mit ihren Rutenbündeln im Lande herumzie…

  16. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 99

    - 99 - Briefe. Breslau, 9. 3. 11. Sehr geehrter Herr ßarbizon! ..... Ich stimme Ihnen völlig bei, daß wir zunächst den inneren Philister niederkämpfen müssen, daß darin die Kraft und Fähigkeit der Jugend, die Jugend selbst bestehe. Doch dür…

  17. 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 100

    — 100 — keinen Beitrag lieferte. Es ist aber nicht so, ich habe mich seitdem noch ernster in das Erziehungsproblem vertieft. •Dies ist mit ein Grund, dass meine Feder ins Stocken geraten ist. Ich bin jetzt augenblicklich der Meinung, dass e…

  18. 1913-05-01 · Heft 1 (Mai 1913) · p. Seite 1

    DER ANFANG ZEITSCHRIFT DER JUGEND HERAUSGEQE8EN VON: GEORGES BARB1ZON, BERLIN / SIEGFRIED BERNFELD,WIEN BERLIN IJahr Mai 1913 Heft I WIEN „Der Anfang" erscheint als Monatsschrift zum halbjährlichen Bezugspreis von 2 Ma…

  19. 1913-05-01 · Heft 1 (Mai 1913) · p. Seite 2

    Das sind die treibenden Kräfte unserer Zeitschrift. Hier, im Anfang, soll jeder Schüler, jede Schülerin zu Wort kommen. Jeder, der etwas zu sagen hat, ist willkommen. — Wir hatten Herrn Dr. Wyneken gebeten, der Jugend die preßgesetzliche Mö…

  20. 1913-05-01 · Heft 1 (Mai 1913) · p. Seite 3

    weiten Kreise den Willen zur.Selbständigkeit, den Willen zu ihrem Rechte und ihren Pflichten hat, oder ob jene Sorte von Schulmeistern und Pessimisten recht behalten sollten, die ihr iede eigene Schaffensfähigkeit absprechen und sie nur für…