Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- Jahrgang 1911
- Issue
- IV. Heft (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- 8b Professor Gurlitt fügt hinzu: „Die Sache ist vollständig klar und durchsichtig. Diese drei hochbegabten und hochstrebenden Jünglinge, die voraussichtlich für die Kultur unseres Volkes hätten Bedeutung gewinnen können, sind als Opfer eines starren Schulschematismus gefallen." * * * Der Geist der Schwere. [Aus Heft 4. August 1908.] „In Nr. 3 des „Anfang" sollte ein Artikel über die Schule, von unserm Mitarbeiter X. erscheinen, welcher leider von der Zensur (des Elternhauses!) verboten wurde. Einige Exemplare waren jedoch schon ausgegeben worden und wir erhielten auch sofort eine Kritik des Artikels. Diese vollständig hier zu drucken, würde zu viel Raum erfordern und hätte auch keinen Sinn, da die meisten Leser den Artikel selbst nicht gelesen hatten. Wir wollen uns heute blos mit einem Punkt der Entgegnung beschäftigen. Sie schließt mit den Worten: .... daß Sie denen beistimmen, die sich als größte Feiglinge und elendste Wichte erwiesen haben, indem sie sich wegen Ueberbürdung an Schularbeiten das Leben nehmen," In dem Artikel von X. wurde jedoch gesagt: „Und da wundert man sich, wenn ein junger Mensch, der durch das viele Arbeiten so geknickt ist, daß er nicht mehr die Kraft hat, das Schwere, das das Leben ihm bringt, zu ertragen, hingeht und sich das Leben nimmt." — Damit ist etwas ganz anderes gemeint, als der Kritiker herauslas und davon sollen die folgenden Zeilen handeln. Ein begabter, junger Mensch, der sich das Leben nimmt, um jenem Geist der Schwere zu entgehen, welcher in der Schule herrscht und welcher über den größten Teil der Menschheit ausgebreitet liegt, ist alles eher, als ein Feigling. Wenn ein begabter, junger Mensch mit neuen Augen in die Welt tritt und anfängt, sich darin umzusehen, so wird er jenen Geist wahrnehmen, den die Menschen um sich wie eine riesige Festung errichtet haben, um sich gegen alle fremden und neuen Strömungen zu schützen. Diesem Geist wird er in der Schule gegenüberstehen; im persönlichen Verkehr? mit vielen seiner Lehrer und Mitschüler strömt er ihm ent-