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Der Anfang · 1911-01-01 · IV. Heft (1911) · p. Seite 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
Jahrgang 1911
Issue
IV. Heft (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 96 (sequence 20)
Language
German
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- 1)6 - Da, jetzt wieder ein greller Blitz, Gleich darauf ein Donnerkrach. In einen grossen Baum hat es eingeschlagen, Die Flammen zu dem Feuerhimmel ragen, Da prasselt gleich einem Wasserfall der Platzregen nieder, Es blitzt und donnert immer wieder, Doch bald wird es schon schwächer, Ein Blitz noch selten flammt, Noch sieht man des brennenden Baumes Rauch. Ein kühler Wind treibt die Wolken schnell dahin, Die Sonne bricht hervor, Den Vögelsang vernimmt das Ohr, Die Bäume, Sträucher sind erfrischt Und alle danken Den mächtigen Naturgewalten. Die Diamanten: Aus der kühlen Erde gruben uns Die Menschen aus, Aus den Muttererzen schmolzen Sie uns aus; In Gold und Silber fassen sie uns ein Und schleifen zu Kristallen uns gross und klein. Tausendfach schimmern wir in Regenbogenfarben. Wir werden teuer verkauft, wenn unsere Gräber darben. Unser hoher Wert verführt den Menschen oft zum Mörder und zum Dieb, Wird er erfasst, so trifft ihn der Guillotine scharfer Hieb! Märchenkönig: Seht, das sind alle meine unterirdischen Geister. Doch Ihr werdet schon Sehnsucht nach Euren Eltern haben. Nehmt diesen Edelstein und. alle Eure Not hat ein Ende. Kehrt zurück in die Welt, von der Ihr gekommen seid. (Donnergrollen. Der Stein hebt sich, sie sind oben.) Paul: Ha, träume ich noch. Da liegen wir ja wieder auf dem Stein. (Vater und die Nachbaren erscheinen.) Vater: Meine lieben Kinder! Ich glaubte Euch nicht mehr wieder zu sehen, doch jetzt seid Ihr da; lasst uns rasch zum Reckelwirt eilen und dort wollen wir uns Eurer Rückkehr freuen. Doch sagt, wie ist es Euch ergangen? Paul: Im Märchenlande ist es wunderschön, Was haben wir dort alles geseh'n. Da seht, was uns der Märchenkönig hat geschenkt; Der Stein, der uns durch Glück und Freude lenkt. Dort unten wollt ich wohnen nimmermehr, Dort geht es nicht mit rechten Dingen her. Wie lob* ich mir die Oberwelt, Die viel besser mir gefällt. Dort unten prangt kein blauer Himmel dem Märchenkönig entgegen, Er kennt dort weder Sturm noch Regen. Kein klarer Bach durchfliesst das Tal, Auch dringt zu ihm kein Vogel stimmenschall. Was wir da oben haben, das haben sie unten nicht, Was sie da unten haben, das haben wir oben nicht. Doch unsere Welt mit Luft und Sonnenschein, Gefällt mir viel besser als die aus Gold und Edelstein. (Der Vorhang fällt.)

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