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Der Anfang · 1913-05-01 · Heft 1 (Mai 1913) · p. Seite 2

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 1 (Mai 1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Das sind die treibenden Kräfte unserer Zeitschrift. Hier, im Anfang, soll jeder Schüler, jede Schülerin zu Wort kommen. Jeder, der etwas zu sagen hat, ist willkommen. — Wir hatten Herrn Dr. Wyneken gebeten, der Jugend die preßgesetzliche Möglichkeit zu geben, sich unbevormundet auszusprechen. Herr Dr. Wyneken ist der Gründer der Freien Schulgemcinde Wickersdorf, der ersten Schule in Deutschland, in der die Jugend zu ihrem Rechte kommt und in der ihr eine vollkommene Autonomie verfassungsmäßig garantiert ist. Durch diese Schöpfung und den ihr zugrunde tiegenden Gedanken hat Herr Dr. Wynelcen, wie kein anderer, sich auf die Seite der Jugend gestellt. — Es hat bisher schon einige ähnliche Versuche von Jugendzeitschriften gegeben, die wohl aus einem richtigen Instinkt heraus entstanden waren, die sich jedoch nicht mit Entschiedenheit an die wichtigsten Lebensfragen der Jugend heranwagten und die sich aus leicht verständlichen Gründen nicht weit entwickeln konnten. („Der Anfang', erschienen in 23 hektographierten und vervielfältigten Heften 1908—1910 und 4 gedruckten Heften 1911. „Eos" in Wien 1910. „Der Quell" in Breslau 1910. — Unter diesen Jugendorganen nimmt „das C lassenbuch", Wien 1911, dank seinem zielbewußten und energischen Auftreten eine hervorragende jAusnahmestellung ein.) Alle vier münden in vorliegende Zeitschrift -ein, und sie alle sind von symptomatischer Bedeutung für die Notwendigkeit systematischer Befreiung von der künstlichen Absperrung, in der man die Jugend noch heute halten möchte, damit das nicht laut werde, was man ihr leider nicht verbieten kann zu denken und zu fühlen. Dieses zum Teil außerordentlich intensiv Gedachte und Gefühlte hat nun die Möglichkeit, sich aus seinem gezwungenen Schweigen zu lösen. Es kann sich in dieser Zeitschrift natürlich nicht nur darum handeln, für die Emanzipation der Juglend Sturm zu laufen und Attacken zu reiten, sondern sie wird auch ein friedliches Dokument von dem unersetzlichen Eigenwert und der Schönheit der Jugend werden. Ein Zeugnis, das von selbst die Hinfälligkeit, Inhaltslosigkeit und Unwahrheit so vieler Vorurteile auf dem Gebiet des Jugendlebens aufdeckt. Jetzt, da wir mit diesem klaren und einfachjen Programm an die Oeffentlichkeit treten, muß es sich ja zeigen, ob die Jugend im 2

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