Mannheim
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  1. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 8

    Feldes, welches Kraut frißt, Wasser trinkt und die Welt steht, — so wie eins von diesen möge meine Seele sein." Sprach zu ihm der heilige, gepriesen sei er: „Nein." Sprach Moscheh: „Herr der Welt, wenn nicht so, dann laß mich in dieser Welt…

  2. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 9

    „Moscheh, uyser Meister, lehre uns die Thora!" Er aber sprach: „Ich darf nicht." Und sie riefen: „Wir lassen Dich nicht." Da erscholl eine himmelsstimme, die sprach: „Lernt von Joschua!" Da nahmen sie es auf sich, von Joschua zu lernen. Mos…

  3. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 10

    und will ihn nicht verlassen." Sprach zu ihr der heilige, gepriesen sei er: „Komm, ich will dich in den obersten Himmel führen und dir unter meinem erhabenen Tronseffel einen Platz anweisen unter (Lherubim und Engeln." Und der heilige, gepr…

  4. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 11

    zu den Stammvätern und zu Moscheh, dem Sohn Amrams, und sprach zu ihnen: „Was schlaft ihr, Väter und achtet nicht des Unglücks, das eure Rinder betraf, sodaß die Engel, Sonne und Mond, Sterne und Planeten, Fimmel und Erde bitterlich weinen …

  5. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 12

    Da erbarmte sich der heilige (gelobt sei er) und stand auf vom Thron des Gerichts und setzte sich auf den Thron der Barm» Herzigkeit und sprach: „Was ist das für eine laute Stimme, die ich da höre, wie von Zicklein und Lämmern?" Stand Mosch…

  6. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 13

    liches Abkochen gewagt werden sollte. Daß dann der Hungertyphus unfehlbar ausbrechen müßte, scheint mir festzustehen. Die Führer, die da draußen stehen, hatten in der Blau-Weiß- Bewegung Lebensziel und Lebensrichtung verankert. Sie wollten …

  7. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 14

    warmen Fellmütze saß er da, trank die Milch mit großem Behagen und war von allen Spielsachen entzückt. Als man ihn aber nach einem gründlichen Baden in saubere, neue Kleider und Schuhe steckte, da war er ganz fassungslos. Er hatte noch nie …

  8. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 15

    darf der Mensch nicht haben, meint er. Denn er hat auch nichts anderes gekannt und sein Vater und Großvater auch nicht. Aber Mojsche, der hat es einmal gesehen und er wird anders werden, vielleicht nimmt er etwas mit nach Hause, von der Fre…

  9. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 16

    Am rissigen Stamm der siurmzersplitterten Tamariske lehnte Ioab, der wilde Sahn der Zeruja und blickte finster aus seinen Bruder Asahel, der wie ein spielendes Kind den schlanken Schaft eines Pfeiler mit zierlichen Aerben schmückte. „Fluch …

  10. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 17

    sich kaum mehr erwehrte: Träume von Macht und Herrschaft, von Glan; und Größe. Und wieder dachte er seiner Taten und des Ruhmes, der immer und immer wieder dem anderen folgte. Warum immer nur der, der — warum er stets der Zurückgesetzte, de…

  11. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 18

    ihnen Widerstand leisten würden. In der Nähe raffelte es wie die Schuppen eines Harnischs, die sich aneinander rieben. Joab schnellte empor, dann dröhnte der Boden von dumpfem Fall. Die drei krochen weiter. Lin dichtes Gebüsch nahm sie auf.…

  12. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 19

    zaun, wohl fehlte Naharai's Pfeil selten fein Ziel: da durchbohrte ein Spieß den Waffersack und die Schulter des Trägers; auf Afahels Rüstung glänzte Wasser und Blut. Eine spärliche Neige, ein paar Schluck nur, gerade genug für einen Nkann …

  13. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 20

    Ioab aber umschlang den Zögernden; er wies auf die Leiche zu ihren Füßen: „Bei Gott, der mich und — es klang fast drohend — Dich rettete, sei Du unser König, räche Dein Volk, räche diesen, der um dich siel, an den Philistern I" Im Osten übe…

  14. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 21

    Um die Schutzhütte tanzen die Flocken! huschen, tanzen, daß einem schwindlig werden will, wenn man immer zu ihnen hinsieht. Wenn wir gerastet haben, gehts wieder hinaus in den Schnee. Wir wollen uns warm laufen! „Wißt Ihr was, wir bauen ein…

  15. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 22

    Gegensatz zu diesem stillen Winterabend mit seinen Gestalten im Wald und seiner namenlosen Weite hier draußen! Nnd das Lied zog zu uns, so jung und füllte den stillen Raum und lief und hallte wieder im Wald. , Bei uns im Stadtheim hängt ein…

  16. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 23

    auf der Rodelbahn vorwärts zu bringen. Den Höhepunkt bildete wie immer Silvester mit Gedichten, Geschichten, Geschenken, alkoholfreiem Punsch und einem neuen Gericht — Blau-Weißxansche. Und dann das Schönste: Der Nachtsxaziergang. Doch das …

  17. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 24

    Häuserreihen ziehen schier endlos dahin, Fabrikschlote ragen wie Riesen über die niederen Häuser der Vorstadt empor . ... Die Stadt, wir müssen wieder hinein, wieder eine lange Woche Schule, Beruf, aber auch mit Vorfreude für die nächste Wa…

  18. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 25

    … auch mit Rücksicht auf sie in Potsdam eine längere Rast machen mußten, so langten wir doch nach zweieinhalb Stunden in Neubabelsberg an, während uns Fritz drei Stunden prophezeit hatte. Von dieser ersten selbständigen Wanderung des fünften Zuges nach l…

  19. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 26

    mit der österreichischen Bundesleitung in Briefwechsel desgleichen mit den uns nicht angeschloffenen jüdischen Jugendwandervereinen RaLibor und Wiesbaden. Lin Mitglied der Bundesleitung besuchte unfern Leipziger Verein. wir hoffen^ daß fich…

  20. 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 27

    Vreslan. wir muffen zugeben, daß wir zahlenmäßig im letzten Jahr nicht viel stärker geworden find. Trotzdem können wir unsere Arbeit als erfolgreich bezeichnen. Der Ton, der zwischen wandrerern und Führern besteht, ist ein ganz anderer, vie…