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Blau-Weiss-Blätter · 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
6 (4.1916)
Date
1916-04-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Vreslan. wir muffen zugeben, daß wir zahlenmäßig im letzten Jahr nicht viel stärker geworden find. Trotzdem können wir unsere Arbeit als erfolgreich bezeichnen. Der Ton, der zwischen wandrerern und Führern besteht, ist ein ganz anderer, viel herzlicherer geworden. Wir haben dies dadurch erreicht, daß wir nur solche wandrerer verpflichten, von denen wir mit ziemlicher Sicherheit erwarten, daß fie fich in unseren Ton hineinfinden werden. Infolgedessen laffen wir uns in der Zahl der Probewanderungen nicht beschränken. wir haben durch diese Arbeitsweise einen festen Stamm von Blau-Weißen gewonnen, die nicht nur regelmäßig wandern, sondern fich auch sonst bemühen, unseren Bund in jeder Weise zu fördern, von etwa 50 Wanderern und Wandrerinnen kommen durchschnittlich 20 jeden Sonntag auf die Fahrt mit. . Nufere Heimabende, besonders die des zweiten Mädchenzuges, sind stets gut besucht. Größere Schwierigkeit machte uns bisher der Heimnachmittag des ersten Zuges, wir hoffen aber auch diese in. kürzester Zeit zu überwinden. Bisher hatten wir einmal wöchentlich einen Kursus für Führer und solche, die einmal später dafür in Betracht kommen. Diese Kurse haben wir jetzt allen Wanderern des Zuges zugänglich gemacht und in die Form von Heimabenden gekleidet. Leit einigen Wochen leitet Lucie Kober einen hebräischen Sprachkursus, an dem alle Teilnehmer viel Freude finden. Im Mittelpunkte unseres Interesses steht natürlich unser heim, um deffe« Verschönerung alle bemüht sind. Für die heimbibliothek find aus unserem eigenen Kreise und aus dem unserer Freunde eine ganze Anzahl schöner Bücher gestiftet worden. Schwieriger wird fich die Lage gestalten, insbesondere für die Iungengrupxe, wenn auch unsere letzteren beiden Führer eingezogen sein werden. Doch auch dann werden wir vorwärts zu kommen suchen, weil wir nicht still stehen dürfen. Sophie Hirsch borg Die fünftägige winterfahrt der Mädel ging ins Glätzer Gebirge. Im übrigen wurde regelmäßig, allerdings mit kleinerer Beteiligung als bei „richtigem" Winterwetter gewandert. — Die Heimnachmittage des 2. Zuges erfreuten fich weiter eines lebhaften Besuches. Die Heimabende des Zuges (Jungen und Mädel gemeinsam) haben einen rechten Aufschwung genommen. Führer Nothmann hält einen botanischen Kursus, in welchem nach dem Vortrag schulmäßig abgefragt wird. Die übrige Zeit wird durch Lesen und Singen ausgefüllt. Für die hebräischen Stunden wird weiter fleißig Learbeitet. Else Kober. Lol«. Die Beteiligung an den Wanderungen nimmt mit Beginn der schöneren Jahreszeit in erfreulicher weise zu, insbesondere in der Mädchengrupxe. Im Vordergrund des Interesses steht unser Landheim, in das wir in wenigen Wochen einzuziehen hoffen, wir find eifrig beschäftigt, es wohnlich einzurichten. — Unsere Führer Gidion und Katzenstein find vorläufig aus dem Heeresdienst entlasten. Katzenstein Qamfcttrg. Anläßlich des zweijährigen Bestehens unseres Wanderbunds (8. Februar) veranstalteten wir am Sonntag, den 5. Februar eine Treffahrt in die Heide, an der nahezu alle unsere Jungens und Mädels Leilnahmen. wir verbrachten den Tag fröhlich miteinander und gedachten auch mit einigen ernsten Worten der Bedeutung der Stunde, wir taten auch bei dieser Gelegenheit der Sammlung <53

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