Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 6 (4.1916)
- Date
- 1916-04-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Feldes, welches Kraut frißt, Wasser trinkt und die Welt steht, — so wie eins von diesen möge meine Seele sein." Sprach zu ihm der heilige, gepriesen sei er: „Nein." Sprach Moscheh: „Herr der Welt, wenn nicht so, dann laß mich in dieser Welt wie jener Vogel sein, der überall hinstattert, der den Tag über seine Nahrung aufpickt und am Abend in sein Nest zurückkehrt, — so wie einer von diesen möge meine Seele sein." Sprach zu ihm der heilige, gepriesen sei er: „Nein". II. Der heilige, gepriesen sei er, sprach zu Moscheh: „Zwei Eide habe ich geschworen, Moscheh, den einen, Israel zu vertilgen, als es jene Sünde beging, den zweiten, du müßtest sterben, ohne nach £alä« stina gekommen zu sein. Den ersten Schwur habe ich nichtig gemacht um deinetwillen, als du. sprachst: „vergib", und jetzt suchst du wiederum meinen Willen zu überwinden und den deinen auszuführen und sprichst: „Laß mich hinübergehen." Willst du des Strickes beide Enden? Bestehest Du auf dem „Laß mich hinübergehen", so verzichte auf das: „Vergib", und wenn du auf dem „Vergib" bestehst, so verzichte auf das: „Laß mich hinübergehen". Als Moscheh, unser Meister, das hörte, sprach er vor ihm: „Herr der Welt, mag Moscheh vergehen und Tausende gleich ihm! Wenn nur Israel kein haar gekrümmt wird!" S III. Sprach Moscheh vor ihm: „Herr der Welt! Die Füße, die zum Himmel emporstiegen, das Antlitz, das der Gottheit begegnete, die Hände, die von Deiner Hand die Thora empfingen, sollen sie den Staub der Erde küssen?" Sprach zu ihm der heilige, gepriesen sei er: „So ist es von mir ersonnen: Jedem Geschlecht seine Lehrmeister, jedem Geschlecht seine Führer. Bis hierher reicht deine Zeit des Dienstes vor mir, jetzt beginnt die Zeit deines Jüngers Ioschua." Da sprach Moscheh: „Soll ich wegen Ioschua sterben, so will ich hingehen und sein Jünger sein." Sprach der heilige, gepriesen sei er: „So gehe hin und tus." In der Frühe ging Moscheh hin und stellte fich vor Ioschuas Tür. Ioschua saß und lehrte, und Moscheh stand, beugte das Haupt «nd kreuzte die Hände auf der Brust. Und Ioschuas Augen verfehlten ihn, und er sah ihn nicht. Das Volk aber sprach zu Ioschua : «jtDas ist dir, daß Moscheh, unser Meister, steht und Du fitzest?" Sobald Ioschua ihn sah, zerriß er seine Gewänder, weinte und rief: „Meister, Meister! Vater, Vater!" Und die Kinder Israel sprachen: