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Blau-Weiss-Blätter · 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
6 (4.1916)
Date
1916-04-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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sich entschloß, nur die drei Kleinsten bei sich zu behalten und die andern 9 meiner Führung anzuvertrauen. Nachdem Koref uns den ungefähren weg angegeben hatte, zogen wir zehn los; zu Mittag sollten wir uns auf den Krähenbergen wieder Treffen. Bis zum Nordtor mußten wir auf der Landstraße wandern und hielten dann im Wildpark südlich der Försterei unsere Frühstücksrast, auf der fich die Kameradschaftlichkeit des Zuges in hohem Maße offenbarte. Als Singer endlich aus der Gastwirtschaft Kuhfort zurückkehrte — er hatte sich dort etwas zu ttinken geben lassen und schilderte uns nun in Hellen Farben die schöne warme Stube und das Vieh — spielten wir noch ein wenig den bei uns so sehr beliebten Völkerball. — Durch das Südtor wandten wir uns nach Südwesten, marschierten westlich des Gaisberges durch ausgedehnte Gartenanlagen zur Havel und schifften uns auf der allbekannten Fähre ein. Diese war mit unserer tatkräftigen Unterstützung am anderen Ufer angelangt, als sich uns gegenüber die anderen zeigten, die also zu unserer nicht geringen Freude trotz ihres näheren Weges mehr Zeit gebraucht hatten. Auf dem Krähenberg suchten wir uns den besten windgeschützten Platz aus und kochten schon unsere Schleckerbissen, als Koref eintraf — er war wegen -er Lhanukah-Angelegenheit beim Amtmann gewesen —, und sich mit uns sehr zufrieden zeigte und seinerseits für den „dritten" den Lagerplatz anordnete, wir stören mächtig, wogegen selbst engstes Zusammenkriechen nichts half, sodaß wir unsere Zuflucht wieder einmal zum Ball nahmen. Um Uhr teilte mir Fritze mit, daß wir wieder allein wandern dürsten. Allerdings bestand er darauf, daß wir in Anbetracht der anbrechenden Dunkelheit auf der Landstraße gingen. Ls ist bewundernswert, was die jüngeren Wanderer Leisteten, und wenn wir auch mit Rücksicht auf sie in Potsdam eine längere Rast machen mußten, so langten wir doch nach zweieinhalb Stunden in Neubabelsberg an, während uns Fritz drei Stunden prophezeit hatte. Von dieser ersten selbständigen Wanderung des fünften Zuges nach langer Zeit habe ich den Eindruck erhallen, daß sich dieser trotz des geringen Atters seiner Mitglieder in seiner Lebensfähigkeit, Güte und Kameradschaftlichkeit mit jedem andern messen kann und es vollständig verdient hat, daß seine Selbständigkeit im alten Glanz wiederhergestellt wurde. Ein Hedad dem neu erblühten fünften Zugel Berlin Hans Kaufmann Aus der Bewegung I. Mitteilungen der Brriidesleit»ng Der Austuf Martin Rosenblüths zur Hilfe für Palästina wurde im Blauweiß gehört, wir weisen folgende Spenden aus: Blau-Weiß Berlin {. Rate U8.80; München (das nur die beiden letzten Februarsonntage sammeln konnte) 7\ Bl; Leipzig 30 M; Mannheim \50 M; Unteroffizier Leo Lohn 5 M; Die vorliegende Nummer der Blau-Weiß-Blätter wurde von Mitgliedern der Bundesleitung unter Karl Glasers Vorsitz redigiert. — Die Redaktion des Liederbuches wird im Auftrag der Bundesleitung von den Prager und Breslauer Bünden fortgeführt, wir find uns der Notwendigkeit des baldigen Abschluffes dieser Arbeit bewußt. — Die Bundesleitung versendet Rundschreiben über den Stand der Bewegung an die Bünde. Sie steht mit einer Anzahl österreichischer Vereine, sowie

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