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  1. 1891-01-01 · 9.1891 · page 1

    Neunter Berieht über die Lehranstalt für die Wissensehaft des Judenthums in Berlin erstattet vom Curatorium. Mit einer wissenschaftlichen Beigabe von Prof. Dr. Steinthal: Zur Geschichte Sauls und Dawids. --*—<i©§H~<--- Berlin 1891. Druck vo…

  2. 1891-01-01 · 9.1891 · page 2

    Zur Geschichte Sauls und Dawids. Ein Beitrag zur Kritik der Bücher Samuel. I. Historische Betrachtung. Das erste Buch Samuel enthält äufsciTich die umfangreichste, innerlich die verschlungenste einheitliche Erzählung der Bibel. Dieselhe hat…

  3. 1891-01-01 · 9.1891 · page 3

    vird nicht nur in den folgenden Büchern fortgesetzt, sondern es hängt auch sowol tatsächlich, als auch nach der ausgesprochenen Ansicht und Tendenz nach vorn mit den Richtern zusammen. AVenn dieses Buch die oft höchst bedrängten, innner wen…

  4. 1891-01-01 · 9.1891 · page 4

    …ie Jungen genommen hat* passt gar nicht auf Dawid. Er ist überhaupt kein „Kriegsmann",' er schickt seinen Schwestersohn Joab in den Kampf, wie Karl den seinigen, Roland.*) In das unglückliche Familienleben Dawids ist ein religiös sittlicher Pra…

  5. 1891-01-01 · 9.1891 · page 5

    ganz nichtssagend und schwerlich aus der Situation heraus gedacht: „Meldet es nicht in Gat, in Askalon." Wer soll nicht verkünden? — In V. •.»:» erscheinen Saul und Jonathan nicht wie Vater und Sohn, sondern wie Freunde! Sollte erst später …

  6. 1891-01-01 · 9.1891 · page 6

    Abner\s Zureden? Gleichviel — jetzt erst erobert er Jebus und baut daraus Jerusalem, uud nun wendet er sieh ernstlieh gegen die Philister in mehreren Kriegszügeu. Was vorher von seinen Kämpfen gegen die Philister erzählt ist, überhaupt wie …

  7. 1891-01-01 · 9.1891 · page 7

    …en Könige gesalbt habe. Sauls Unglück und die Vernichtung Silos diente der Erhöhung Samuels, bis dieser zur Stufe eines Elija (I2,i; ff) ja eines Mose (7,»—12, l'2,:i—.-,) gedieh. So war er denn auch liichter geworden, und als solcher musste er …

  8. 1891-01-01 · 9.1891 · page 8

    — 9 — 2. dieselbe ward ergänzt durch eine blofs in find liehe Ueberlieferung der voealisehen Aussprache von Geschlecht zu Geschlecht, von den Lehrern zu den Schillern. Sie heifst im Talmud jnpe. 3. Seit dem 6. Jh. etwa ling man an, auch die…

  9. 1891-01-01 · 9.1891 · page 9

    — 10 - scheinlich. Es gab aber in Jerusalem nicht blofs eine Schreiber-Zunft, sondern auch Correctoren (]w;c), welche aus der Hebe der Tempelhalle (rCw'rn rcTrc) ihr Honorar bezogen (Keth. 106a). Das waren doch also geradezu angestellte Bea…

  10. 1891-01-01 · 9.1891 · page 10

    — 11 — so, wie jemand verfährt, der .sich von einer Tatsuche unterrichten möchte und dazu die möglichen Zeugen abfragt, und die Angaben der vertrauenswürdigsten Zeugen als wahr annimmt. Nicht einen authentischen Text herzustellen, ist ihre …

  11. 1891-01-01 · 9.1891 · page 11

    - 1-2 — die letzten Worte mnsr ttc nach der LXX mit dem folgenden 11, i verbinden und das letzte AVort umändern in üry~£?. Dies geht, wenn ich nicht irre, von Themas aus, und allerdings wäre es gutes Hebräisch, wie Gen. 38,2; beweist. — Mag…

  12. 1891-01-01 · 9.1891 · page 12

    - 13 — So nützt uns die LXX auch hier teils nichts, teils wenig. Denn wenn sie von e. 18 nur V. «-*, is«. i3,i4.i5, endlich k., sw—s»a bietet, so habe ich wahrlich zum Scharfsinn unserer Kritiker, insbesondere Wellhausens, das Zutrauen, das…

  13. 1891-01-01 · 9.1891 · page 13

    - 14 — Auch gegen die.se meine Conjectur Iässt sich freilich manches einwenden. Nach dem Sinne unsres Erzählers oder Uedaetors brach Salomo „damals*, als die wunderbare Wolke in «las Heiligtum einzog, in die Worte aus: „Jahwe hat ja verheif…

  14. 1891-01-01 · 9.1891 · page 14

    — 15 — stehen sie nur im Sinne des Hedactors im oben abgegebenen Zusammenhang, und nicht an sich; und darum könnte der erste Teil des Spruchs als störend, da er auf einen ganz anderen Gedankengang hinwies, ausgelassen wurden sein. Dass aber…

  15. 1891-01-01 · 9.1891 · page 15

    — Iß — eine nicht geringe Rolle. Für die Philister aber handelte es sich ja um Heilung (nicht um Feld- Mäuse), und so brachten sie, wie üblich, Bilder ihres Leidens und das Symbol der Heilung dem fremden Gotte, der sie geplagt hatte. Mit de…

  16. 1891-01-01 · 9.1891 · page 16

    — 17 — was der M.T. bietet) erwarten sollte: wer dir nach dem Lehen trachtet, trachtet mir nach dem Leben". Ich meine, das sei Misverständnis, und klar sei nur der M.T. Dawid will nicht sagen: dein Leben ist mir so lieb wie das meine (das w…

  17. 1891-01-01 · 9.1891 · page 18

    Bericht des Curatoriums. ^ymm^^ ■' ■f

  18. 1891-01-01 · 9.1891 · page 20

    …— Dr. S. Neu mann, Georg Meyer und Dr. Hein rieh Meyer Cohn — wiedergewühlt worden. An Stelle des verdorbenen Herrn Dr. Ludwig Philippson ist Herr Conunerzienrath Ludwig Max Goldberger in «las Curatoriuni eingetreten. Im Laufe des Berichtsjahres hat die Leh…

  19. 1891-01-01 · 9.1891 · page 21

    …nd Kritik. Herr Rabbiner Dr. Rosenzweig: Das Auge in Bibel und Talmud. Herr Dr. Julius Bäsch: Stürme der Zeit. Herr Dr. Gustav Karpeles: Jüdische Troubadours und Minnesänger. Die Zahl unserer Stipendiaten hat im letzten Quartal betragen 15: von denselben …

  20. 1891-01-01 · 9.1891 · page 22

    Anlage A. Verzeiehniss der im Berichtsjahre gehaltenen Trorlesungen. Im Sommer-Semester 1890. Herr Dr. Cassel: 1) Geschichte und Literatur der Israeliten von den ältesten Zeiten bis zur Zerstörung des 1. Tempels, 2 »Stunden, Montag und Donn…