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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1891-01-01 · 9.1891 · page 16

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
9.1891
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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IRI
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— 17 — was der M.T. bietet) erwarten sollte: wer dir nach dem Lehen trachtet, trachtet mir nach dem Leben". Ich meine, das sei Misverständnis, und klar sei nur der M.T. Dawid will nicht sagen: dein Leben ist mir so lieb wie das meine (das wäre eine allgemeine Liebes-lMirasc), sondern: fürchte nicht; d« begreifst, dass ich dich schätzen niuss; „denn derjenige, iler mir nach dem Leben trachtet, der ist es ja, der auch dir nach dem Leben trachtet*1; wir beide haben denselben Feind. Das ist aus der Situation heraus gesprochen. Ferner: was für ein Hebräisch hat hier Thomas in Vertrauen auf die „unbeholfene Treue" der LXX zusammengebracht! Rätselhaft bleibt aber zunächst, woher die LXX das Wort cys hat? Vielleicht führt Rasehi auf die Spur, welcher erklärt: nPN irb^n s:x.zv ir-cxir EpED >yy:z: ~r,N — Endlich, weil die LXX t.vo'Sijj\ox übersetzt, schliefst Thenius, sie habe P"'~Z'Z statt unser rPWtt gelesen. r '2h. i liest LXX |i>Cstatt des M. pN2. Für mich liegt es auf der Hand, dass dies eine billige (.'oiijeetur ist. Wenn Paran von Maon zu weit ist, um das Folgende zu verstehen — nun» wer bürgt denn dafür, dass der 1. Vers zu diesem Kap. gehört? Die Handhabe zur Kritik, welche die M. bietet, wird von der LXX zerstört. Die M. macht übrigens sogar zwischen V. 1 und 2 einen Absatz. 2."), ii liest LXX und ihre abergläubigen Freunde VI statt M. vre Ks ist doch, sollte ich meinen, unmöglich, dass jemand absichtlich oder zufällig aus Wein Wasser macht;- aber recht wol. wie Thenius mit der LXX beweist, kann man aus den kostbaren p machen. Der ('bald, hat, VTS gelesen und nur etwas frei mit Virc übersetzt. Tebrigens vergl. Hos. 2,7. 2.r>, ::i soll «las zweite \- „Uebenest des ursprünglichen vnex w" sein. Die LXX hat allerdings lin z\tsj., aber sie hat sicherlich gelesen wie wir. Unser Satz ist coustruirt wie 1. Sani. 14, :c... Das letzte "~ nimmt das vorangegangene wieder auf; EN ist ^chwur-Partikol, der hinzuzudenkende Nachsatz wird verschwiegen. Das ist echt hebräisch. 2S. 1:," ist nach meiner Ansicht der erste Teil zu streichen, also zu beginne;!: HPX T.O T-J? "V--'- dann schwindet jede Schwierigkeit. Das prägnante mag ich nicht der LXX wegen iu das blasse "bs* "p> verwandeln. ^Yird dies genügen, um zu zeigen, wie geringe Hülfe wir an der hellenistischen Uebcrsetzung haben? Thenius (1812) kannte Z. Frankel'* Vorstudien zu der Septuaginta (l.Sll) noch nicht; dieses Werk scheint mir aber seither doch auch nicht die gehörige Heachtung gefunden zu haben.

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