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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1891-01-01 · 9.1891 · page 11

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
9.1891
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
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- 1-2 — die letzten Worte mnsr ttc nach der LXX mit dem folgenden 11, i verbinden und das letzte AVort umändern in üry~£?. Dies geht, wenn ich nicht irre, von Themas aus, und allerdings wäre es gutes Hebräisch, wie Gen. 38,2; beweist. — Mag nun die TAX in ihrem Ms. die Lesart wi unrcz vorgefunden, oder mögen die hellenistischen Uebersetzer unsere mafsfsoretische Lesart vor sich gehabt haben: uns ist e> gleich, ob eine Conjectur in Alexandrien oder in Palästina gemacht ist; aber eine blofse Conjectur war und bleibt es und zwar, wie scheinbar auch immer, doch nicht zu billigen. Denn eap. 10 und 11 hangen gar nicht mit. einander zusammen. Denn wenn von den ersten 1*2 cc. des ersten Buches Samuel, irgend eines historisch ist, so ist es das 11. und es mnsste früher als c 10 niedergeschrieben sein. Nur der Kedactor des Buches hätte eine Verbindung herstellen können; der hätte sich aber woi mit p ^üx vt>- begnügt. Durch die Lesart der LXX wird also die höhere Kritik geschädigt/) Auch scheint die Conjectur nur dadurch veranlasst, dass man* tt^VSS nicht verstand. Thenius meint, wenn man übersetzen wollte: er war wie taub, d. i. er tat, als merke er es nicht, so müsste es heifsen T rvn Nim. So aber durfte es, scheint mir, nicht heifsen; denn damit würde eine dauernde Eigenschaft als Beschaffenheit bezeichnet, während hier ein durch das Vorangehende hervorgebrachtes und gelegentliches Benehmen ausgedrückt sein sollte. Also nicht wie 1. Sam. 9, n, sondern etwa wie den. 45. •_•„ „sein Herz blieb kalt" trotz der frohen Botschaft. Und hiermit 'sind wir zur Hauptsache gekommen. Für jene von Geiger (oben S. 10) erwähnten „Umgestaltungen, Corruptclen\ welche den Text tiefer angegriffen und sich schon so fest gesetzt hatten, dass die ursprüngliche Lesart von den Mafsfsoreten nicht mehr ermittelt werden konnte, also in den Fällen, wo wir am sehnsüchtigsten nach Hülfe umschauen: da verlässt uns auch die LXX; sie teilt, mit wenigen Ausnahmen, alle jene unheilbar gewordenen Verderbnisse des Bibel-Textes, weil sie älter waren, als die LXX. »So hat z. B. Wellhausen den Vers Li in "2. Sana. 7 als Interpolation mit aller Sicherheit nachgewiesen;9) aber auch die LXX hat denselben. — *2. Sam. 11 fehlen am Anfang die Worte 'pi~ Tt "y.mx, welche '!> IS bietet. Genau ebenso in der LXX. — 1. Sam. 1, :? hat die LXX HX» '/sä 'Ä o-jo -j\o\ vyzvj. Welihausen hält dies mit Hecht für eine schlechte Correctur, welche den Anstofs beseitigen soll, dafs in dem mafs. Text die Söhne Elfs genannt werden, bevor K!i*s gedacht ist. Nach der LXX hätte W. keinen Grund zu der Annahme gehabt, dafs e. 1 aus der Mitte einer Erzählung herausgerissen ist, in welcher von Eli schon ausführlich die Rede war. Ob diese Annahme begründet ist oder nicht, mag zunächst dahin gestellt bleiben; aber ich meine, der letzte Teil jenes Verses von cri ab sind die Interpolation eines Voreiligen, dem die Notiz 4, 4 nicht fi üh genug kam. Damit würde W. seine Grundlage entzogen; ich aber kann mich freilich auch nicht auf die LXX berufen. — LXX hat wie unser Text 2, i—io den Psalm, der nicht hierher gehört, bereichert denselben aber noch durch die Verse Jer. 'J,-.-.« f. - Den ungehörigen Kinschub 7Ni:r" T&tt 1. Sam. 11, hat die LXX nicht minder. Und ähnlich verhält sich die LXX in der Regel, wie gar nicht anders zu erwarten ist. Allerdings ist es eben darum wichtig, wenn LXX zuweilen ganze Stellen nicht hat So hat sie 1. Sam. 17,:,&—&s nicht, ferner 18, i—.-, nicht. Ob mit Recht? Meine Kritik wäre dies nicht. Denn ich möchte 18, i—i nicht missen, und diese Verse schliefsen sich doch wol an 17, 57,53. Nun bleibt aber immer noch 18, .-. ff. ohne Verbindung mit dem Vorangehenden, wie auch W. bemerkt, und V. G beginnt im hebr. Text mit einigen Worten, die in LXX fehlen, welche aber so wunderlich und unmöglich sind, dass man eben sin denselben merkt, sie können nicht mit Absicht so stehen. Man sieht also hier deutlich eine Spur vom Voraufgegangenen, wovon LXX. gar nichts zeigt. Eine Spur davon zeigt auch 17, 51, was W. für .eine Glosse halten will. Dann hätte die LXX auch diese Glosse. Dafür aber kann ich den Vers nicht halten; weder hat er solchen Schein, noch hat er in dem Zusammenhang, in welchem er sich befindet, irgend welchen Anhalt. 8) Stade setzt nun allerdings, da auch er 10, w—27 einem viel spätem Verfasser zuschreibt als c. 11, die Zeitbestimmung, den Verlauf eines Monats, nicht mit dem Ende des e. 10 in Verbindung, sondern mit 9, 1 bis 10, 17. Aber dieses Fortunatus-Murchen von dem Jüngling, der Eselinnen sucht und ein Königreich findet, bteht doch wahrlich in nicht geringerm Widerspruch zu c. 11, als Samuel auf Mispa. 9) Die Spitze der Rede Gottes an Dawid V. 5—is liegt darin, dass Gott sagt: nicht du solLt mir eia Haus bauen (ich habe ja niemals ein Haus verlangt, V. 7), sondern ich will dir ein Haus bauen, V. 11.

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