Mannheim
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  1. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 13

    109 geleistet, welche zwar in guter körperlicher Verfassung sind, aber keine Lust zur Arbeit'haben. In diesem Hause dagegen finden sie Gelegenheit Handwerke zu erlernen und eine ihren Fähigkeiten angemessene Arbeit zu treiben. Viele der sch…

  2. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 14

    110 irr Jerusalem bereit, ihre Kinder die Schule besuchen zu lassen, die ungetansten Kinder kommen aus den Nachbarorten und halten sich bei Herrn Bailey auf. Die Heimath für wahrheitsuchende Juden. Zuletzt die Heimath für wahrheitsuchende J…

  3. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 15

    111 treiben. Der Erfolg dieser Mäßigung, die stch mit Treue und Edelsinn in der Liebe verbindet, zeigt stch in der Bereitwilligkeit bigotter Juden, in vielen Fällen nicht allein die ärztliche Hilfe anzunehmen, sondern ebenso auch die Austhe…

  4. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 16

    113 Dachkammern herbeigeholt. Das Beispiel wirkte Nachahmung. Mehr Gaben zu diesem Zwecke kamen ein, und bald wurde an verschiedenen Orten über 1300 der ärmsten Kinder ein Genuß für Leib und Seele bereitet. Nicht nur wurde leibliche Nahrung…

  5. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 17

    —üWWP— - > ■ ji. hl . ■■lu.jvi i* : — ' 113 zwungenem Verkehr mit einander. Eines Tages wagte ich durch einen dieser Buben ihn und seine Genossen zu einem Thee einzuladen, doch er antwortete ausweichend und machte sich aus dem Staube. Zu an…

  6. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 18

    114 Der Lärm aber während des Austheilens war so fürchterlich, daß wir unser eigen Wort nicht verstehen konnten; es war unmöglich, ste zur Vernunft zu bringen. Während wir die Becher zusammensuchten, um diese zu retten, waren namentlich mei…

  7. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 19

    115 wölben schlafen, verfolgte mich überall in meiner behaglichen Wohnung und bei jedem Genuß." Mit Freuden nahm Miß M. bei einzelnen Gelegenheiten wahr, wie sich die Augen dieser Knaben mit Thränen füllten, wenn sie zum ersten Mal den Scha…

  8. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 20

    116 Von seinen Ersparnissen zahlt er nicht nur die Kosten seiner Erziehung zurück, sondem steuert auch noch bei, daß andere Knaben gleich ihm gerettet werden können. Er schreibt in einem dankerfüllten Briefe an seine Wohlthäterin: „Als ich …

  9. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 21

    117 Hier fielen sie auf ihre Kniee und beteten zu Gott, daß er aus diesem Hause, darin der Tod mit allen seinen Schrecken gewüthet, Leben hervorgehen und Seelen für den Herrn und für sein Reich darin geboren werden lasse. Erst nach längerem…

  10. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 22

    118 diese rohen und zügellosen Naturen in Gehorsam bringt, sie sänstigt und läutert. Sie werden durch Gewohnheit, regelmäßige Beschäftigung und den freundlichen persönlichen Verkehr mit ihren Erziehern und Vorgesetzten so vortheilhaft umgew…

  11. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 23

    119 Der große Andrang zu dem Asyl, namentlich die nie endenden Bitten um Aufnahme von mehr Kindern erlauben nicht, daß dieselben allzu lange in diesem gesegneten Heim verweilen dürfen. Sie müssen ja auch erprobt werden und in das Leben wied…

  12. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 24

    120 Ueberfahrt ohne jegliche Beschwerde zurücklegen, und es schien den Leitern dieser Schaar, als ob seines Geistes Wehen während dieser stillen 12 Tage in besonderem Maaße zu spüren war. Und welch ein fteundliches Willkommen wurde den Ankö…

  13. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 25

    121 Dies ist jetzt für die Ausgewanderten ein neues Asyl im ftemden Lande geworden. Hier kann nicht nur abgewartet werden, bis sich die geeigneten Stellen für die Herübergebrachten finden, hier finden die Unbeschäftigten jederzeit Arbeit, d…

  14. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 26

    sparniffe ihrer Arbeit, damit entweder die Kosten ihrer Ueberfahrt und Ausrüstung gedeckt, oder Einem der Ihrigen Hülfe geboten würde, gleich ihnen dem gesegneten Lande zuzueilen. — Hier mag noch bemerkt werden, daß das ganze großartige Wer…

  15. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 27

    123 bei, die der Gegenstand ihrer zärtlichen Sorge werden. Andere sind erfreut, den leeren Platz eines zu früh Heimgegangenen Kindes von einem dieser Geretteten eingenommen zu sehen. Eine Dame hatte sich von zwei Geschwistern von 5 und 7 Ja…

  16. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 28

    124 Worte ohne lebendigen Begriff, Worte, die ihres Inhalts längst verlustig gegangen sind. Die Gewohnheit legt sie nur mehr in den Mund der Menschen, und man braucht sich beim Aussprechen derselben keinerlei Gedanken zu machen. Zur Erhärtu…

  17. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 29

    125 geoffenbarten Gesetze. Er machte es reich und gab ihm staatliche Macht (ihnen ist vertraut, was Gott geredet hat). Seine Macht, Sieg, Stärke und Weisheit ist Gott. Sein Reichthum ist die Offenbarung. Sein Schatz und seine Quelle des Glü…

  18. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 30

    126 hatte, abhanden gekommen, und es hat nur mehr das Kennzeichen der Rare. Darum nun auch die Synagoge einen so traurigen Anblick bietet. Schmerz und Trauer muß das Herz jedes ernsten Menschen bei Betrachtung der nunmehrigen Zustände der h…

  19. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 31

    127 gezeichneteste aller Judenmisfionare dieses Jahrhunderts. Die Denkschrift jener Gesellschaft „SO Jahre der Judenmijston" sagt von ihm: „ Er war in gleicher Weise ausgerüstet mit dem Muth wie mit der Demuth des Glaubens, voller Feuer und…

  20. 1873-01-01 · 7-8 (1873) · page 32

    Augen schauen, in welchen die Väter gestochen haben, und mit bittern Bußthränen ihm freiwillig huldigen im heiligen Schmuck. Der Tag Gottes wird aufgehen über dem heiligen Lande wie Morgenröthe, eure Besserung wird schnell wachsen. Ihr werd…