Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 7-8 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2554541-2554805-2554810--06010-2561984- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
121 Dies ist jetzt für die Ausgewanderten ein neues Asyl im ftemden Lande geworden. Hier kann nicht nur abgewartet werden, bis sich die geeigneten Stellen für die Herübergebrachten finden, hier finden die Unbeschäftigten jederzeit Arbeit, die Kranken und Müden Pflege und Erholung, die Rath- und Trostbedürftigen einen Zufluchtsort, wo ihnen liebevolle Theilnahme wird; ja auch diejenigen, die gestrauchelt und in frühere Fehler und Laster zurückgefallen sind, finden hier noch Aufnahme, wo die Alles glaubende, tragende und duldende Liebe an ihnen fortarbeitet. Miß Bilborough, die treue Gefährtin der Miß Macpherson in den ersten Jahren des Bestehens der Anstalt in London, ist die mütterliche Vorsteherin dieses Hauses. Ein Lehrer besucht die Pfleglinge in den Häusern ihrer Principale oder ihrer neugeschenkten Eltern. Findet sich eine Stellung für einen derselben nicht geeignet, oder werden Klagen über ihn laut, so wird er zurückgenommen und anderswo untergebracht, denn das Begehren nach solchen ist bei Weitem größer als man befriedigen kann. Vor Allem ist Marchmont aber ein Mittelpunkt ihrer christlichen Gemeinschaft geworden, wo immer wieder auf's Neue ihr Glaube gestärkt, ihre Liebe zum Worte Gottes genährt wird, und wo ste in lebendiger Gebetsgemeinschast mit allen denen stehen, die diesseits und jenseits mit dem großen Werke verbunden find Der glückliche Erfolg, durch den Gott über Bitten und Verstehen die erste Uebersiedelung der Knaben, nach Canada gesegnet hatte, ermuthigte zu neuen Unternehmungen. Noch in demselben Jahre ging Miß M. zum zweiten Male über das Meer, diesmal mit einer Schaar von Mädchen und jungen Wittwen. Auf der Rückreise begegnete ihr eine neue Schaar von 70 Knaben, die wenige Tage nach ihrer Ankunft bereits alle ein beftiedigendes Unterkommen fanden. Die Freunde der Sache wurden auf's Neue dafür erwärmt. Es kamen Gaben von Arm und Reich, von Diesseits und Jenseits, ja unzählige Kinder aus allen Ständen wurden Wohlthäter ihrer ärmsten Mitbrüder und Mitschwestern, damit viele vom Verderben gerettet werden möchten. Die geretteten Kinder selbst sandten als Erstlingsopfer die Er-