Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 7-8 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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127 gezeichneteste aller Judenmisfionare dieses Jahrhunderts. Die Denkschrift jener Gesellschaft „SO Jahre der Judenmijston" sagt von ihm: „ Er war in gleicher Weise ausgerüstet mit dem Muth wie mit der Demuth des Glaubens, voller Feuer und Ausdauer in der Liebe zu Israel, voll kindlicher Einfalt und doch auch voll geistlichem Scharfblick und christlicher Weisheit. Im Herzen ein lebendiger Christ, der Sprache und zum Theil der Kleidung nach ein Jude, so war und wirkte er in den ersten fünf Jahren seiner Thätigkeit mit unermüdlichem Eifer und in frischer Kraft auf dem ihm angewiesenen Arbeitsfelde." Eine Erfahrung aus seiner Missionswirksamkeit hat aus uns einen besonderen Eindruck gemacht, wir theilen dieselbe deshalb unseren Lesern mit. In einer Stadt war der Missionar mit dem Rabbiner und dem Synagogen-Diener in der Synagoge zurückgeblieben. Die hereinbrechende Abenddämmerung hatte das Bethaus in Dunkelheit gehüllt, durch welche der matte Schimmer der immerwährenden Lampe brach. Der Rabbiner und der Missionar standen vor dem Allerheiligsten, welches geöffnet war. Da sprach der Rabbiner: „Also ist nach Ihrer Meinung Jesus von Nazareth der rechte Messias?" Händes legte seine Hand auf das Gesetzbuch und antwortete: „Jesus von Nazareth ist nach dem Gesetz Mosis und den Propheten verheißen, und bestätigt durch eine beinahe zweitausendjährige Erfahrung als Messias, der Sohn Davids, der Weibessame, welcher der Schlange den Kopf zertritt, der Prophet wie Moses und Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Jehova unsere Gerechtigkeit, der Engel des Bundes, durch den das Haus David ist wie ein Gotteshaus. Da er unter die Uebelthäter gerechnet ward, hat er die Sünde Vieler, die an ihn glauben, getragen, und ist nun erhöhet zur Rechten Gottes des Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten, und seine Auserwählten zu versammeln von allen vier Enden der Erde. So wie wir hier vor der Thora (dem Gesetzbuche) stehen" — dabei reichten sich alle drei die Hände — „so werden wir uns sammeln unter seinem Panier, dem heiligen Kreuz, wo er die Versöhnung gestiftet. Israel wird mit erleuchteten