Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 7-8 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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sparniffe ihrer Arbeit, damit entweder die Kosten ihrer Ueberfahrt und Ausrüstung gedeckt, oder Einem der Ihrigen Hülfe geboten würde, gleich ihnen dem gesegneten Lande zuzueilen. — Hier mag noch bemerkt werden, daß das ganze großartige Werk sich nur von fteiwilligen Beiträgen erhält, und nie ein Aufruf irgend welcher Art in Zeitungen ergeht. Bald wurde es Bedürfnis eine zweite Anstalt zu errichten. In Hampton, 12 Meilen von London, wurde ein Grundstück gekauft und hier ein Asyl für Mädchen und eins für Knaben eingerichtet. Dort werden die jungen Auswanderer in Feldarbeit und Viehzucht angeleitet, die Mädchen in allen Hausarbeiten geübt, damit sie wohl vorbereitet den neuen Welttheil betreten. Die gesunde Arbeit auf dem Lande ist das beste und erfolgreichste Erziehungsmittel; sie bewahrt st« vor den Versuchungen der großen Stadt, namentlich vor Müßiggang und Trunksucht. In jedem Sommer finden 2 bis 3 Auswanderungen dieses kleinen Volkes statt. Miß M. erzählte uns, daß sie selbst bereits 5 Mal mit hinüber gegangen sei. Die Zahl der seit dem Bestehen des „Jndustriehauses" bis jetzt geretteten Kinder beläuft sich auf ungefähr 1500. Die meisten derselben haben in Kanada jetzt nicht nur ein Unterkommen, sondern auch ein Vater- oder Mutterherz gestruden. Auch davon liefern die Büchlein der Miß M. namentlich „Summer in Kanada" und „Canadian Homes" viele liebliche Beispiele. Außer Marchmont sind noch 2 andere Zweig-Asyle in Kanada entstanden und zwar in Galt in Ontario und in Knowlton in Quebec, weil das Jndustriehaus in London die Masse der aufzunehmenden Kinder nicht mehr bergen kann. Daher werden auch kleinere Kinder schon mit nach Kanada übergeführt, und aus der ungesunden, dicken und feuchten Lust Londons in das milde Klima unter Canada's freundlichen, sonnigen Himmel versetzt, blühen und gedeihen ste dort wie die Pflänzlein im Garten Gottes. Die Liebe der Kolonisten zu diesen Anstalten bezeugt sich ebenfalls in reichen Gaben und persönlichen Beweisen des Wohlwollens. Manches elternlose Ehepaar holt sich aus diesen Asylen Kinder her-