Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 7-8 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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126 hatte, abhanden gekommen, und es hat nur mehr das Kennzeichen der Rare. Darum nun auch die Synagoge einen so traurigen Anblick bietet. Schmerz und Trauer muß das Herz jedes ernsten Menschen bei Betrachtung der nunmehrigen Zustände der heutigen Juden erfüllen. — Ueberall Aberglaube, Unglaube, Gleichgültigkeit, so daß die schönen Zelte Jakobs unwohnlich geworden sind, und der verlangenden Seele weder Schutz noch Schatten bieten. Den Weg der Hülfe hat jener jüdische Patriot in den Worten gezeigt: .Kehre wieder, abtrünniges und unbußfertiges Volk! Glaubet an den Herrn, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so werdet ihr Glück haben." — Zum Gesetz und zum Zeugniß rufen auch wir euch zurück, darum suchet in der Schrift. Joh. 5, 39. Will Israel national fühlen, will Israel wahres Judenthum, so muß eS den ftemden Boden verlassen, auf den es Gott nicht gestellt. „Wie sollen wir Lieder singen auf fremdem Boden?" In der Rückkehr zu Gott giebt es nur Heil für Israel, in der Rückkehr auf den Weg, den Gott ihm gezeigt hat durch Vorhersagung der Propheten. Rückkehr auf den Weg, der zu David, unserem Könige führt. Denn so spricht der Prophet: „Die Kinder Israels werden lange Zeit ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligchum bleiben. Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren und den Herrn ihren Gott und ihren König David suchen, und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit." Hosea 7, 45. Aus dem Leben des Missionar Händes. In der Berliner Missionsgesellschaft für Israel arbeitete während der Jahre 1823 — 1838 der Missionar Händes, vielleicht der aus-