Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 10

    w verlieren, und Jacob hingegen wird zum Besitze beider Welten gelangen.*)" — Solche messianische Verheißungen machten einen tiefen Eindruck auf die nach einem irdischen Messias schmachtenden Gemächer seiner Umgebung. „Bald wird Er kommen, …

  2. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 11

    Füßen und in voller Begeisterung riesen sie laut:,,wram uaSo »m oW?." d. i.: „es lebe unserKönig und Messias in Ewigkeit!" Kaum war nun der Meister abgereist, so entledigten sie sich ihres Auftrages mit dem größten Eifer, und suchten die gr…

  3. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 12

    daß er auch Nathan die ihm von seinem Meister gemachte Entdeckung mitcheilte. Hiervon unterrichtet, lief Nathan, von heftiger Furcht ergriffen, weil er den Messias nicht gebührend verehrt habe/ in dessen Zimmer und warf sich auf die Erde un…

  4. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 13

    Als Sabbathai von dem großen Anhang seiner Parthei in Jerusalem durch Nathan benachrichtigt wurde, trat er in Gaza als Bußprediger auf, predigte gewaltiglich, proklamirte in seinen Predigten zu öfter« N ath an als seinen Vorläufer und - bef…

  5. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 14

    …chteer von hier aus Nachstehende Sendschreiben, von denen eins an den vorgeblichen Messias, und eins an die Gemeinde zu Aleppo gerichtet war. Sie lauten: „Unserm König, wnfernf Herrn, welcher die Zerstreuten Israels wieder sammelt und uns von uns…

  6. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 15

    15 s . < von DeinenFüßen lecken. Wir flehen aber zu der Majestät Deiner Herrlichkeit, daß Du bei uns bleiben mögest- Dich unserer annehmen, um uns mit Deiner mächtigen rechten Hand zu helfen und unfern Weg abzukürzen. Wir haben unsere Augen…

  7. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 16

    16 Mehr aber noch, als durch diese pomphaften Sendschreiben der Verkündigung der baldigen Ankunft des Messias, suchte Nathan dieGemüther dßr Armen und Dürftigen durch Geldunterstützungen, die er ihnen gewährte, für sich zu gewinnen. Alle ar…

  8. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 17

    17 „der Messias und der Welt Heiland, der Erlöser Israels, der „Auserwählte Gottes, schicket euch seinen Gruß, auf dassihr ge- „würdigt werdet, jenen Tag der großen Befreiung zu erblicken „und«die von den Propheten uns gegebenen Verheißunge…

  9. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 18

    …en Verhältnissen, wo der Schwindelgeist alle Gemüther ergriffen hatte, war dies nicht so leicht. In Smyrna, Adrianopel, Thessalonich, Konstantinopel und in noch unzähligen andern Orten, standen sogenannte Propheten und Prophetinnen auf. Männer, Weiber …

  10. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 19

    durch sein tragisches Ende die große Lehre, daß Schweigen und kluges Verhalten jetzt besser, als ein kraftloses Opponiren, an der Zeit sei. Das Faktum wird folgendermaßen berichtet: Ein Mann der Opposition in Konstantinopel stellte dem Groß…

  11. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 20

    so berichtete er den ganzen Vorgang an den Sultan nach Adrianopel, und bat sich zugleich Verhaltungsbefehle von ihm aus. Der Sultan, der wohl die Taschenspielerei des Betrügers ahnen j mochte, gab sogleich Befehl, Sabbathai sofort fest zu n…

  12. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 21

    21 Merkwürdig war sein Wappen, auf dem das Bild einer sich krümmenden Schlange gezeichnet war. Als Deutung dieses Sinnbildes-gab er an, daß der Zahlenwerth der Buchstaben des Wortes »n: Schlange =.rr»c — 358 betrage. *) Durch alle diese Din…

  13. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 22

    22 bemerkten seine anwesenden Anhänger, und sogleich suchten sie den zweifelnden Gegner durch Drohung zu überzeugen; er entfloh aus dem Zimmer. Auf der Straße von ihnen verfolgt, konnte er nur dadurch sein Leben retten, daß er einem vorüber…

  14. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 23

    23 Nachricht seines Uebertrittes zum Islam seinen Verehrern als „frohe Botschaft" mitzutheilen. Man würde berechtigt sein zu glauben, daß die Betrogenen und Verführten wenigstens jetzt zu der Ueberzeugung gelangt sein müssen, daß sie sammt …

  15. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 24

    zufolge wurde Sabbathai nebst seiner Familie, seinem Gefolge und Anhang festgenommen und nach Bosnien meine kleine Festung, unweit Belgrad, heimlich abgeführt, wo er am Versöhnungstage, am 10. September des Jahres 1676, als Muselmann starb …

  16. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 25

    Pa-scha und Kadi vorgeworfen, daß sie den weißen Turban ergriffen hätten, um kein Kopfgeld zu bezahlen. Um nun eine solche Beschuldigung von stch abzulehnen, müssen sie dann ansehnliche Geschenke geben, damit man sie nicht zwingt, sich in a…

  17. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 26

    …n jüdischen Gemeinden' haben ste es an dergleichen Versuchen durch die Herausgabe von Schriften nicht fehlen lassen. H. Mordochai aus Eisenstadt 1882. Noch loderten die Flammen in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands, Italiens, der Türkei, Rußland…

  18. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 27

    ihre Sekte zu erfreuen hatte — als plötzlich ein neuer Betrüger, Namens Mordochai aus Eisenstadt, die Bühne betrat, um von Neuem die Rolle des Messias zu spielen. Es dauerte gar nicht lange, so hatte e…

  19. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 28

    28 hatten, in dem -ihre Thorheiten zusammenliefen , — nämlich den, daß Sabbathai behauptete, daß Er, der zu erwartende Messias erst Jude sein und dann zum Islam übertreten müsse, bevor er die Erlösung vollziehen könne. Frank war der Meinung…

  20. 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 29

    er mehr denn 100,000 Rthl. gewinnen konnte. Allem seine ihm immer begleitende göttliche Stimme soll ihn im Schlafe gewarnt haben,, das Getreide unter keiner Bedingung den Franzosen zu überlassen, da aber das Getreide bereits eingeschifft un…