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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 1-2 (1854) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
1-2 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Als Sabbathai von dem großen Anhang seiner Parthei in Jerusalem durch Nathan benachrichtigt wurde, trat er in Gaza als Bußprediger auf, predigte gewaltiglich, proklamirte in seinen Predigten zu öfter« N ath an als seinen Vorläufer und - befahl, demselben als einem göttlichen Propheten unbedingten Gehorsam zu leisten. Solche Befehle erließ er auch an die Gemeinden zu Satonich und Smyrna. Während dessen ließen die Juden zu Jerusalem nicht lange auf sich warten, und in großen Massen kamen sie abermals nach Gaza, um die Füße des Messias zu küssen und ihn zur baldigen Reise nach Jerusalem zu bewegen. Sabbathai gab ihren Bitten nach und begab sich unter einem immer mehr wachsenden Zulguf nach Jerusalem. Der gar zu große Jubel, der bei seinem Einzug in der Stadt von Seiten der Juden erregt wurde, blieb den türkischen Behörden kein Geheimniß, und als Strafe mußten die Juden eine sehr bedeutende Summe zahlen. Nachdem dieser gegen die Juden erregte Sturm sich einigermaßen gelegt hatte, suchte Sabbathai hier festen Fuß zu fassen. Er begann mit messianisch-reformatorischen Neuerungen den Anfang zu machen, und erklärte alle Fast-und Feststage für abgeschafft.') Diese Neuerung öffnete einigen Rabbinen die Augen, und sie wurden über das Treiben Sabbathais etwas stutzig. Dieses merkend, verließ Sabbathai in aller Eile die heilige Stadt, vorgebend, ermüsse nach seiner Heimath zurückkehren, um von dort aus nach Koustantinopel, zur Vollendung seiner Mission als Messias, zu reisen. - Nathan reiste unterdessen nach Damaskus, wo er von der i) Wegen der Zerstörung Jerusalems feiern die Juden bekanntlich drei Fasttage: 1) den zehnten Thebath, weil an demselben Jerusalem durch die Babylonier belagert wurde, 2) den siebenzehnten Thamus, weil an demselben der Feind die Außenwerke der Stadt zerstört hatte, und 3) den neunten Ab, an welchem beide Tempel zerstört wurden. Die Rabbinen lehren nach ihrer Auffassung der Stellen Sacharias 8, 19; Jer, 31, 13, daß zur Zeit des Mesfias diese Fasttage in Freuden- und Jubelfeste verwandelt werden sollen. Und daher wollte ste auch Sabbathai, als angeblicher MesfiaS, abgeschafft wissen.

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