Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 1-2 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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28 hatten, in dem -ihre Thorheiten zusammenliefen , — nämlich den, daß Sabbathai behauptete, daß Er, der zu erwartende Messias erst Jude sein und dann zum Islam übertreten müsse, bevor er die Erlösung vollziehen könne. Frank war der Meinung, alle Juden, und der Messias selbst, müssen zuerst in die katholische Kirche treten und zu deren Wahrheit sich öffentlich bekennen, und Pauli's Urgroßvater mußte zum Christenthum übertreten, damit sein Enkel einst in der vierten Generation, als Messias der Juden aufzutreten gewürdigt werde! Öliger scheint schon sehr früh große Anlagen zur Schwärmerei gehabt zu haben. So machte er im Jahre 1656, als zwölfjähriger Knabe, einen schriftlichen Contract mit Gott, und da er bei dieser Gelegenheit aus Unwissenheit seinen Taufnamen, welcher eigentlich Holgar war, Öliger, für 1656 aber 1657 schrieb, so waren ihm diese kindischen Fehler in der Folge lauter große und geheimnißvolle Winke. Denn das Jahr 1657 war das Jahr der Welt, in welchem Noah in die Arche ging, und in dem aus Jrrthum fehlerhaft geschriebenen Namen Öliger, fand er eine Andeutung auf das Oelblatt der Taube Noahs, weshalb er auch diesen Namen beibehielt. Ueber seine Jugendbildung, Erziehung und über seinen Beruf findet sich in der großen Anzahl von Schriften über Pauli keine Notiz. Nur so viel wissen wir, daß er sich als Jüngling dem Handelsstande gewidmet hätte. Später soll er als Sekretair der ostindischen Compagnie ftlngirt haben. In dieser Beschäftigung soll er großes Vermögen erworben haben, so daß man ihn für den reichsten Kaufmann in Dänemark hielt. Den obenerwähnten mit Gott abgeschlossenen Contrakt erneuerte und bekräftigte er 1675 im 30. Jahre seines Lebens. Nach seiner eigenen Aussage soll ihm einst zu Hamburg bei Mondschein die leibhafte Cumäische Sibylle erschienen sein. Ueber alle seine Verhältnisse, über sein Thun und Lassen horchte er auf die Stimme Gottes, die ihm immer offenbarte, was er beginnen solle. So hatte er einst, ein mit einer werthvollen Ladung befrachtetes Schiff, welches dem Könige von Frankreich gehörte und über drei Tonnen Goldes werth war, gekauft und dagegen eine große Menge Getreide nach Frankreich verschifft, woran