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Ser Jude ♦ Datier für ) > etigion und ewissens- An zwanglosen Abtheilungen heran^gegeben von »r. Gabriel Mieffer. bei Johann Friedrich Hammerich. 1832. Ä a n d. Erster
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Einige Worte über die Wichtigkeit der religiösen Bildung in der Erziehung des weiblichen Geschlechts. Ginladunssscbrikt zu der am 26., 27., 28. und 29. März 1832 statt habenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitisch…
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Ste Wichtigkeit der religiösen Bildung in der Erziehung der Knaben wird im Allgemeinen anerkannt, und wenn auch der Weg, den man hie und da einschlägt, nicht der rechte ist, und dem guten Willen oft die Consequenz in der Ausführung abgeht, …
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4 Gesellschaft erblicken, in jeder Beziehung ist sie für das weibliche Geschlecht ein eben so großes Bedürfniß, als für das männliche. Wenn wir den Menschen mit unbefangenem Blicke beobachten, so werden wir nicht läugnen können, daß das rel…
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den andern, das Herz bewegenden Neigungen behaupte; es bedarf der Bildung und Läuterung, damit es in keine falsche, seiner Bestimmung widerstrebende Richtung gerathe. Daß aber das religiöse Gefühl in der weiblichen Brust tiefere Wurzeln hab…
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6 das Weib beschränkt seinen Verstand aus die kleinen Angelegenheiten des Lebens, und jenseit derselben beginnt ihm die Sphäre des Glaubens, wie denn seine Ruhe gar oft von Glauben abhängt. Das Geheimnißvolle ist ihm etwas Heiliges, und fer…
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hinführen, so soll sie im Manne mehr die Bildung des Verstandes und der Willenskraft, im Weibe mehr die Bildung des Gefühls und des Geschmackes im Auge haben. Wie unvollkommen wäre demnach die Erziehung des Weibes, in welchem eines der edel…
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8 zu beurtheileri, die Grundlage der Religion, und je lebendiger das moralische Gefühl, je zarter das Gewissen ist, desto empfänglicher ist das Gemüth für den Gedanken eines höchsten Wesens, das der Menschenseele diese Gefühle eingepflanzt,…
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zweifelnd und schwankend, gethan, in seinen eignen Augen zu rechtfertigen, und seine Ansichten und Grundsätze nach seinen Handlungen zu modisiciren und mit denselben in Harmonie zu bringen, der wird einsehen, von welchen Folgen schon eine e…
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10 Leidenschaften erscheinen dem Menschen bei ihrem Entstehen als unschuldige und wohlthätige Neigungen, denen er sich überläßt, ohne sich in seinem Gewissen beunruhigt zu fühlen, bis er, von denselben beherrscht und verblendet, ihr blinder…
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11 scheinlichen und unmittelbaren Erfolg bestimmt werden. Daher schwebt es in größerer Gefahr, sich ohne Widerstand seiner Neigung hinzugeben und sich in ungestörter Selbstzufriedenheit von derselben leiten und beherrschen zu lassen, eine s…
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lenden Neide, und tödtet allen Sinn für das Höhere. Gegen diese beiden Neigungen gibt es keine besser schüzzende Waffe, als lebendige Religiosität. Sie lenket den geistigen Blick vom Äußerlichen auf das Innere, mahnt den Menschen, sein Thun…
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13 und dem Karakter ab; sie verändert sich bei einem und demselben Menschen nach den Umständen und der augenblicklichen Stimmung; zuweilen scheint sie selbst dem Herzen des Edlen versagt zu seyn. Nur auf der höchsten Stufe der geistigen Ent…
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14 welk will er vollbringen. Aller dieser mächtigen Antriebe entbehret das Weib; nur einem engen Kreise ist seine Thätigkeit gewidmet, nur auf Wenige erstreckt sich der Einfluß seiner Wirksamkeit und die edelsten Karaktere, das Beste, was s…
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15 streitig macht, ist die ihr inwohnende Kraft in Leiden zu trösten. Sie lehret die Leiden als die von einem allgütigen Wesen angewendeten Mittel zu unserer Besserung betrachten, hält die Hoffnung auf baldige Erlösung aufrecht und gibt dem…
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16 Die Religion vermag ferner den Verirrten, ja selbst in Laster Versunkenen, zur Tugend zurück; »führen. Wem sollte diese Wahrheit nicht aus der Erfahrung bekannt seyn? Wie oft überraschte der Gedanke an Gott und Vergeltung, wenn er sich d…
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17 und die Leidenschaften bezähmt, in Leiden als eine Trösterin», in der Verirrung als ein warnender und zurechtweisender Genius sich erweiset, so verleihet sie auch dem Weibe einen Reiz, der die Herzen fesselt. Wie rührend ist in den Schme…
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18 zur Reife gelangt, und sein Jdeenkreis um so abgeschlossener und unbeweglicher wird, als die Jdeenverbindungen weniger mannigfaltig sind und seltner durch neue Ideen in andere Richtungen geleitet werden. Bei ihm muß daher die religiöse B…
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19 nur das Herz Ln Bewegung setzen will. Zu solcher Religiosität gesellt sich gerne der Aberglaube, und die religiöse Furcht geht in B i g o t t e r i e über, eine Eigenschaft des Gemüthes, aus welcher das Milde und Freundliche der wahren R…