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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1832-01-01 · 1832 · p. Seite 13

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1832
Date
1832-01-01
Page
Seite 13 (sequence 17)
Language
German
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IRI
…/9643689-7657316--048-7657331
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13 und dem Karakter ab; sie verändert sich bei einem und demselben Menschen nach den Umständen und der augenblicklichen Stimmung; zuweilen scheint sie selbst dem Herzen des Edlen versagt zu seyn. Nur auf der höchsten Stufe der geistigen Entwickelung, wenn der Jdeenkreis einen größer« Umfang gewinnt und das Leben aus einem hohen Standpunkte betrachtet wird, spricht das moralische Gefühl gebietend zum Menschen und schreibt ihm nicht nur vor, was er unterlassen, sondern auch was er thun soll. Zu dieser Höhe erhebt sich selten der Mann, viel weniger wird es das Weib vermögen. Darum sehen wir so viele, die mit ihrem sittlichen Zustande zufrieden sind, weil sie sich kein Unrecht vorzuwerfen haben. Wie schlecht aber stünde es um die Menschheit, wenn die Bessern sich mit dieser passiven Tugend begnügen wollten. Der Mann indessen« findet auf seinem Standpunkt in der gesellschaftlichen Verfassung gar manchen Antrieb zur Vollbringung des Guten. Die Liebe zu seinem Vaterlande, zu seinem Volke, das Interesse für seine Glaubensgenossen, für die Gemeinde, deren Mitglied er ist, identificirt ihn mit allem, was diese betrifft, und erweitert die engen Grenzen, in welche die Selbstsucht seinen Wirkungskreis einschließen möchte; des Ruhmes lockender Silberton schlägt an sein Herz, er will den Beifall der Menschen sich erwerben und strebt hervorzuragen durch Werke der Menschenliebe; sein Geist überschauet den Zustand der Menschheit, ihre Gebrechen und Leiden betrüben ihn, und er fühlt sich unwiderstehlich angetrieben, auf Entwürfe zur Linderung, Heilung und Verbesserung zu sinnen und sie ins Werk zu setzen; sa bis über die Grenzen des irdischen Daseyns hinaus trägt ihn die Phantasie in der Stunde der Begeisterung, und Werke für die Nach-

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