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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1832-01-01 · 1832 · p. Seite 6

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1832
Date
1832-01-01
Page
Seite 6 (sequence 10)
Language
German
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IRI
…/9643689-7657316--041-7657324
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6 das Weib beschränkt seinen Verstand aus die kleinen Angelegenheiten des Lebens, und jenseit derselben beginnt ihm die Sphäre des Glaubens, wie denn seine Ruhe gar oft von Glauben abhängt. Das Geheimnißvolle ist ihm etwas Heiliges, und fern von ihm ist der Zweifel an dem Unbegreiflichen. Sein wärmeres Gefühl kommt dem religiösen Glauben williger entgegen und das Herz nimmt ihn freudiger auf. Dem Weibe wird überdieß so oft seine Schwäche und Abhängigkeit fühlbar gemacht und es mnß zu fremder Hülfe seine Zuflucht nehmen; die Natur fordert von ihm stilles Dulden, indem sie ihm so mancherlei Schmerzen und Bekümmernisse auferlegt hat. Das Weib fühlt in stärkerem Grade das Bedürfnis sich mitzutheilen; cs kann seine Wünsche und Besorgnisse, seine Furcht und seine Hoffnungen, seine Freuden und seine Leiden nicht in sich verschließen, und hat oft Niemanden, dem es sich anvertrauen kann. Darum muß es den sehnenden Blick nach einem höher» Schutze, nach einer höher« Leitung richten, sich durch Hoffen und Vertrauen auf eine bessere Zukunft stärken, und sein Herz vor dem Wesen ausgießen, dem es sich zu jeder Zeit mit Zuversicht nahen darf. Die weiche, hingebende Liebe des Weibes, die Aufopferung seiner Wünsche und Genüsse, seine stete Sorgfalt für Andere, seine Entsagung und Selbftverläugnung, alle diese, der Selbstsucht entgegengesetzten Neigungen sind dem religiösen Gefühle verwandt, und geeignet, es zu erwecken. So muß denn das Weib, dem diese Tugenden im höhrrn Grade angehören, auch mit dem religiösen Gefühle reichlicher ausgestattet seyn. Da nun die Erziehung im Menschen die Anlagen und Fähigkeiten entwickeln und ausbilden soll, die ihm die Natur gegeben und die ihn zu seiner Bestimmung

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