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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1832-01-01 · 1832 · p. Seite 7

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1832
Date
1832-01-01
Page
Seite 7 (sequence 11)
Language
German
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IRI
…/9643689-7657316--042-7657325
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hinführen, so soll sie im Manne mehr die Bildung des Verstandes und der Willenskraft, im Weibe mehr die Bildung des Gefühls und des Geschmackes im Auge haben. Wie unvollkommen wäre demnach die Erziehung des Weibes, in welchem eines der edelsten, von der Natur ihm in grö, ßerm Maaße zugetheilten Gefühle ungebildet und unentwickelt geblieben, oder gar verfälscht und mißleitet wäre. Hieße das nicht dem Gebote der Natur entgegenhandeln, und eine Sünde begehen, die nicht ungestraft bleiben kann? Ist eine Erziehung, die sich eine solche Vernachlässigung zu Schulden kommen läßt, nicht sehr mangelhaft, wenn auch alle andere Fähigkeiten und Talente auf's Vollkommenste entwickelt wären? Gewiß, das gebildetste Weib, ohne Religiosität, erscheint uns flach, und flößt kein dauerndes Interesse ein; es verfällt so leicht da, wo man ein würdevolles Benehmen erwartet, in's Triviale und in den Kleinigkeisgeist, und die Irreligiosität scheint so wenig mit der weiblichen Natur übereinzustimmen, daß selbst der Mann, der sich von aller Religion losgesagt hat, vom Weibe sie fordert, und an einem weiblichen Freigeiste keinen Wohlgefallen findet, das Weib hingegen, dem die Religiosität abgeht, sich dessen wenigstens nicht zu rühmen wagt. Ist aber die religiöse Bildung nothwendig als die Entwickelung einer ursprünglichen und wesentlichen Anlage, so wird ihre Wichtigkeit uns noch einleuchtender werden, wenn wir ihre Wirksamkeit als Mittel der sittlichen Vervollkommnung und der Glückseligkeit in's Auge fassen. Die Religion ist eine Stütze des Gewissens und der Moralgesetze. Zwar ist das Sittengesetz und die Stimme in uns, die Recht und Unrecht unterscheidet und uns nöthigt, unsere Handlungen nach einer andern Norm als der Klugheit und des Vortheils

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