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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1832-01-01 · 1832 · p. Seite 18

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1832
Date
1832-01-01
Page
Seite 18 (sequence 22)
Language
German
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IRI
…/9643689-7657316--053-7657336
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18 zur Reife gelangt, und sein Jdeenkreis um so abgeschlossener und unbeweglicher wird, als die Jdeenverbindungen weniger mannigfaltig sind und seltner durch neue Ideen in andere Richtungen geleitet werden. Bei ihm muß daher die religiöse Bildung durch Erziehung und Lehre in dem Alter beginnen, wo das Herz noch allen Eindrücken offen ist, noch keine, den religiösen Ideen widerstrebenden Neigungen von demselben Besitz genommen haben, damit der reifende Verstand dem entwickelten religiösen Gefühle begegne, die Lehre Kopf und Herz zugleich anspreche, die Stunde des Unterrichtes einen regen, theilnehmenden Geist, die Stunde der Erbauung einen zu derselben gestimmtes Gemüth finde. Eben diese Macht der früh empfangenen Eindrücke auf das kindliche Gemüth und die Festigkeit, mit welcher alles in dasselbe Aufgenommene wurzelt, legt uns endlich die doppelte Pflicht auf, in der religiösen Bildung mit Behutsamkeit zu Werke zu gehen und nichts in die Lehre aufzunehmen, was mit den Lebensverhältniffen und der Erziehung nicht in Einklang steht; sodann auf klare Begriffe hinzuarbeiten und den dunkeln Gefühlen nicht die Herrschaft über die Vernunft einzuräumen. Jener Mißgriff erzeugt einen Zwiespalt im Gemüthe, der bei der engen Verbindung, in welcher Denken und Handeln, die Lehre und das Leben bei dem Weibe stehen, nicht leicht ausgeglichen werden kann, und die Ehrfurcht von dem Heiligen erschütternd, alle Religiosität zu zerstören droht; dieser zieht die Religion in's Gebiet der sinnlichen Gefühle und erzeugt jene Frömmigkeit, die nichts anders als eine verhüllte Sinnlichkeit ist, welche die Phantasie mit religiösen Ideen in Verbindung bringt; die der Himmel auf die Erde herabzieht und selbst in der öffentlichen Gottesverehrung

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