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  1. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 327 · Baruch Spinoza

    327 VI. B a r u ch S p i n o za. (Eine Skizze.) , don jenem Ephesischen Weisen, den Plato den dunkeln nennt, rettete sich ein Spruch Ms dem Alterthume zu «ns herüber, der, tragend das G e präge der Kindlichkeit und des kindlichen.Ausdrucks,…

  2. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 328 · Baruch Spinoza

    328 nah drei und zwanzig Jahrhunderte find verflossen, seitdem jener Weise dies aussprach, und wir, Uly eben so viel altes?/ sind uns zwar bewußt der ununU stößlichen Wahrheit, die er verkündete — aber wir weinen nicht» Denn wenn auch im sc…

  3. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 329 · Baruch Spinoza

    …partheilicher Vorliebe, durch das einseitige Sm chen des eignen beschränkten Ichs in der Vergangenheit mitten hindurch! Baruch Spinoza, *) geb. in Amsterdam am 24. November 1632, gest. am 21. Februar 1677 im Haag, alt 44 Jahre, 2 Monate und 27 Tage, sein…

  4. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 330 · Baruch Spinoza

    330 aber beseligt von dem Glauben an eine Gottheit, deren ״Erkenntniß die höchste Glückseligkeit des menschlichen Lebens ausmache," verbrachte ein sehr einfaches, eingezogenes Leben, nicht von Ehrgeiz, nicht von Habs sucht und ^anderen Leid…

  5. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 331 · Baruch Spinoza

    Eben so suchte man später die Herausgabe seiner Schriften zu verhindern und zu unterdrücken, so daß feine bedeutendsten erst nach seinem Tode erschienen, *) Ja, als er einst eingeladen vom Prinzen Conds, dev fich mit ihm zu unterhalten wüns…

  6. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 332 · Baruch Spinoza

    versität als ordentlicher Professor der Philosophie 1673׳. — Auf's mäßigste lebend, mit höchst geringem Bedürfnis nach körperlichem Genüsse, zeigte er sich eigennutzlos, wie Sokrates — indem er die reis chen Pensionen, die ihm einzelne, hel…

  7. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 333 · Baruch Spinoza

    …ns , die Sedulität seines Willens spies gelt sich in der Art, wie er seine Gedanken verfolgt, ab. Logischer, als selbst Aristoteles Wd Newton, erkennt er als die richtigste Methode des Denkens und der Ideen-Association die ma th e mutt sch e an, und g…

  8. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 334 · Baruch Spinoza

    334 heit der Menschheit׳ sich: nmgiebt. Wir können dreist in dieser Beziehung Spinoza's Schriftwerke wahre Kunstwerke nennen, an denen der Leser seinen Geist eben so formell als materiell bilden kann. Er verr wandte, nicht die geringste Sor…

  9. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 335 · Baruch Spinoza

    kostet, Spinoza sorgfältig zu folgen; aber wir tu halten auch einen großen Neichthum von Ideen, und wenn auch so manche derselben jetzt gewöhnlicher und weiter verbreitet ist, so finden wir doch selbst solche in so cigenthümlich Hellem Lich…

  10. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 336 · Baruch Spinoza

    33S meidende»/ zu verurtheilenben Denkers verbunden wird. Aber die Dunkelheit muß schwinden, wir müssen uns freue»/ einen bedeutungsvollen Namen aus der Reihe jener gefährlichen Männer zu ziehe»/ die dem Menschen Grund und Boden zu nehmen v…

  11. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 337 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    337 VII. Neue Beerdigungs - Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin. c** Indern wir, nnserm im vorletzten Hefte dieser Zeitschrift enthaltenen Versprechen gemäß, hier diese zweckvolle Anordnung mittheilen, wünschen wir zu» gleich…

  12. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 338 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    338 --- ' Reglement für die Leichenbegängnisse der jüdischen Gemeinde zu Berlins Zn Folge obrigkeitlichen Befehls soll der biSs herige, in der Oranienburger Straße allhier belegene Begräbnißplatz der hiesigen jüdischen Gemeinde ges schlosse…

  13. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 339 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    339 Scheidet einer derselben während jener fünf Jahre ans/ so ist ein anderes Mitglied der Gemeinde bin» nen vier Wochen für diejenige Zeit zu wählen, wel» che an den fünf Jahren noch fehlt. Ein Vorsteher, welcher ohne erhebliche Gründe, d.…

  14. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 340 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    340 Begräbnißplatze befindliche Leichenkammer bestimmt. Die Leiche wird alsdann, nach cingcholter Erlaubniß abseiten des Monats-Vorstehers gegen Erlegung der Kosten, im Leichenwagen mit unbehangenen Pferden nach eingetretener Dunkelheit ode…

  15. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 341 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    341 ljchf an den Monats «Vorsteher zu wenden und bei diesem den Antrag auf Befreiung von der Zahlung zu machen. Wenn nun der Monats-Vorsteher, in Übereinstimmung mit zweien seiner Kollegen , sich da« von überzeugt, daß dem Gesuche nicht bös…

  16. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 342 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    des Verstorbenen gebracht. In denselben wird die Leiche gelegt, welcher alsdann mit geschlossenem Oeks kel von den dazu besoldeten sechs Männern an den Leichenwagen getragen und in diesen gesetzt wird. Nur in dem Sarge, nicht aber in einem …

  17. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 343 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    folgen. Mindestens sechs Personen sollen in diefer Art einer jeden Leiche. folgen. Sollten sich so viele nicht freiwillig einfinden, so müssen die besoldeten Männer hinter dem Leichenwagen gehen. b) Die Wagen, welche sich bei dem Zuge cinfi…

  18. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 344 · Neue Beerdigungs-Anordnung in der Israelitischen Gemeinde zu Berlin

    ן ,-- ־ 344 dieses Zimmer gebracht, worauf der Wagen sogleich | abfährt. Die Fußgänger, welche bet der Beerdigung ff noch verweilen wollen, gehen zur kleinen Pforte Hins i ein. Die etwanigen Wagen im Gefolge fahren auf j den dazu bestimmten…

  19. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 345 · Dem Verdienste seine Kronen!

    Z45 VIII. M i S c e l l e n. Dem Verdienste seine Kronen! ^urch das vor Kurzem erfolgte Ableben des um die Nertheidigung der Menschenrechte und um die Wift senschaften so hochverdienten Gelehrten Grafen Gr«r gvire, vormaligen Bischofs und S…

  20. 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 346 · Dem Verdienste seine Kronen!

    genannt und verehrt werden! Dieser Name allein sei hinlänglich/ uns auszusöhnen mit so manche»/ die/ sich Bekenner der Religion der Liebe nennend/ in Schriften und in ihren Wirkungskreisen die Israeliten ungerecht/ unreligiös und hart zu ve…