Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Baruch Spinoza
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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328 nah drei und zwanzig Jahrhunderte find verflossen, seitdem jener Weise dies aussprach, und wir, Uly eben so viel altes?/ sind uns zwar bewußt der ununU stößlichen Wahrheit, die er verkündete — aber wir weinen nicht» Denn wenn auch im schnellen Zeit- Wechsel die Erscheinutsgen aufgehen und untergehen, wenn auch die Natur, von der einen Seite aus ihrer geheimnißvollen Werkstatt unerschöpflich die FSden des Lebens aneinanderknupfend und: verwebend zu einem wunderbaren Gespinnste, von:der! andern Seite nur als ein eben so: unausfüllbares Grab erscheint, in das die Schnellgekommenen schnell hinabsteigen : wir wissen doch wohl, daß über Zeit und Grab erhaben die M e n sch h e i t eines ewigen Lebens sich! freut, das uns vergessen macht:!das. kurze des M enschen. Und wie? das Gemeine;, MssGewöhnliche , verdient es!eines! :bessern; Loosesda es, in dem Genüsse seines Daseins, seines Daseins Zweck und. Ziel findend, seine Mühen; sich selbst bezahlt:, und seine Werkeltage mit seinen Sonntagen? Aber das Große uisd Erhabene , das Ewigringen.de. unh Schaffende, dem des Lebens Minuten nur Zeichen eines wenig; befriedigten Strehen.s sind, das seine irdische Hülle verzehren IW von der Gluth eines rastlosen Eifers, von. dem. Feuer des inner»., nach oben gerichteten Bewußtseins: es gehet nicht;unter, es lebet, fort, fortwirkend im Menschengeschlecht, das mit liebevollem Gedenken das treue: Streben vergilt. —- Aber indem wir dieser erfreulichen, Ansicht einir ges Nachdenken widmen, erscheinen vor dem geistige»