Mannheim
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  1. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 54

    Scheine! seiner stütze, und auf der Erde gewann Mose den rechten Mut!) und das rechte Bewußtsein und im Hinblick auf die Erde und das Irdische erwiderte er den Engeln: ״Habet ihr einen Vater oder eine Mutter, das; ihr das Ge bot erfüllen kö…

  2. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 55

    Geoffenbarten. Geradezu tritt die Lehre heran an den Menschen wie ein Spiegel, in dem er seine Tugenden, seine Leidenschaften, seine Schicksale wiedererkennt, hier begleitet von der drohenden Mahnung, dort von dem aufmunternden Lobe, hier i…

  3. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 56

    1׳—~־־rד ״־~ unserer natürlichen Schicksale selbst berücksichtigt und durch diese Berücksichtigung auch eine in allen Dheilen vollkommene Ausbildung unserer Kräfte unb Anlagen, oft uns selbst 1111־ bewußt, abgiebt Wenn wir also, meine freun…

  4. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 57

    IX Die Ahvfra« David'». Predigt am zweiten Tage des Offenbar ungsfeftes. (Bor der Seelenfeier.) Bon Rabbiner Dr. S. Nascher Allmächtiger,!,eiliger Wott. Nur durch das Glicht der Lehre, tvelches in unserer Seele glüht, hat die Leuchte unsere…

  5. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 58

    der Tochter des dem alten Israel feindlichen Stammes Moab, umfaßt und liebevoll umklammert wird von Ihrer Schwiegertochter, welche das in jedes jüdische Herz tief und gewaltig eindringende Wort spricht: עמד עמי ואלהיד אלהי ״dein Volk ist me…

  6. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 59

    59 *י*■־ der« die Angehörige eines dem Semitenthum feindlichen Stammes, nämlich Moabs. Es beweist dies ganz deutlich, daß nicht die Bolksnatur und nicht die Stammes-Eigenart den Juden macht, sondern die Gotteslehre, welche auf Fremde und He…

  7. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 60

    alle frischen Bronnen des Ideals verschlossen und nur einen Kanal offen gelassen, den, bitrcf) welchen das flüssige Geld strömt. — Man hat das Volk zur Erde gebeugt und macht dem Volke zum Vorwürfe, daß es am Staube bängt. — Doch Israels Au…

  8. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 61

    61 hin: ״wie denn sollte ich nicht gern die Frucht irdischer Arbeit opfern ans dem Altäre göttlicher Liebe'? Es müßte ja weinen dann die Erde, daß sie mir die Saat hervorgebracht, die Furchen des Ackers mußten in Thranen überströmmen, wenn …

  9. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 62

    II. Weil nun Israel auf Erden dem Himmel lebt, die irdische That zu göttlicher Weihe verklärt, lebt es dem Glauben und der Hoffnung, innerhalb der Gräber irdischer Lebensfreuden über das Grab hinaus zu leben. Die Lehre Gottes aber, welche b…

  10. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 63

    63 X. o>evet zur ^eetenfeier am Feste der Gesetzgebung. So seid denn gegrüßt in der Welt der Verklärung. Ihr theuern und edlen Männer und Frauen, die Ihr von Begeisterung erfüllt für das Priesterreich der Gottesgemeinde die Bausteine mühsam…

  11. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 64

    Ihr kennet nicht Sclnnerzen. Nicht wunde Herzen, Kennt keine Leiden, Mögt Euch nun weiden Am göttlichen Licht - Bergesset uns nicht Die Trauerumhüllten, Die SchmerzerfMten, Die Qualdurchzitterten, Die Gramerbitterten. Wir beten alle in dies…

  12. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 1

    I Gin altjiidisches Steuergesetz. Predigt am Sabbath Schekalim. Bon Rabbiner Tr. M. Iotzl. M. dl.! Indem ich mich an sch icke, eine Erinnerung zu beleuchten, die alljährlich mit dem eben verkündeten Monat in unserem Gottesdienste sich erneu…

  13. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 2

    zeichnenden Brauch vor der Vergeßlichkeit geschützt werden. Sollen wir etwa auch hier wie von Dingen des gewöhnlichen Lebens sagen, cs hänge Alles vom Zufall und vom Gluck ab? Sollen wir etwa auch hier sagen, wie man wohl sprüchwörtlich von…

  14. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 3

    Es soll eine Steuer geben, deren Ertrug nicht einer bestiimnten Menschenktasse mehr als der anderen zu Gute kommt, sondern deren Ertrug für Alle, für Alle ohne Ausnähme, für Alle in gleicher Weise benutzt werden solle; damit war dieses Gebo…

  15. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 4

    4 gelü ste und die Selb sucht. Meine Andächtigen! In vielen Stücken sind wir weit über das Alterthum hinausgekommen, es giebt aber Dinge, die wir von ihm lernen können, und das ist Var Allem der kräftig entwickelte Sinn für die Gesa mint he…

  16. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 5

    5 Wie wir es nun anznfangen haben, um so zu wirken, daß wir trotz aller dieser Verschiedenheiten dennoch nützen? Uns zunächst nur die Frage vorlegen: Lieben wir diese Gesammtheit mit ihren lobenswerthen und mit ihren tadelnswerthen Eigentüm…

  17. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 6

    — 6 — als ein gedankenloses liehen in oft nicht einmal von der Religion, sondern vom Zufalle vorgeschriebenen Bahnen herrscht. Aber es ist kein Segen, wenn jede Ansicht sich gleich als unumstößlich und maßgebend hinstellt, wenn die Liebe, d…

  18. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 7

    n « stehen lassest, willst Du denn wirklich behaupten, daß Du genau um so viel besser bist denn Dein Nächster, als Du glücklicher warst? Wie viel reiner, edler, braver ist oft ein ganz unbeachteter Mensch, als derjenige, dem es gelungen ist…

  19. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 8

    8 uns (]cfrimini, gleich zu sein, wo nur selbst und freiwillig uns niedriger stelleil. Darum wendet sich unser Gebot auch mahnend an den Armen. Glaube nicht, daß Tu niedriger stehest, weil Du arm bist הדל לא ימעיג׳ז, Du stehst nur niedriger…

  20. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 9

    II. Israels Laos. Predigt am Sabbath Sochaur. M. A.! Wir feiern in den nächsten Tagen ein Test, über dessen Namen uns die Megillah selber Ausschluß giebt: ״Im ersten Monat - so erzählt sie — das ist der Monat Nissan, im zwölften Jahre des K…