Mannheim
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187419241975
  1. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 140

    140 Ewiger Quell der Wahrheit und des Lichtes — Gott — der durch dein Gesetz du der Menschheit dich-offenbaret hast! Hin durch Feuergluthen, durch Wafferströme, durch Wüstenöde hat uns geleitet unverzehrt und ungeschädigt das Wort deiner Le…

  2. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 141

    141 ״Siehe Gott zeigte sich erhaben in seiner Kraft, und ward uns zum Lehrer, zum unvergleichlichen." (Hiob 36,22.) Siehe, Gott stieg herab in seiner Erhabenheit auf des Sinai blitz umzuckte, donnerumrollte Höhen, um uns kund zu thun seinen…

  3. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 142

    142 Und siehe da, unserem geistigen Auge zeigt sich auch eine ״Quelle," aus der wir schöpfen können das Verständniß jenes reingeistigen Vorganges auf Sinai, eine Quelle, so rein und so reich, daß wir keiner anderen bedürfen. Wir meinen, die…

  4. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 143

    143 Menschenherz dringen konnte die gewaltige, weltumgestaltende Gottesrede, die den Menschen einen nie versiegenden Quelle heiligster Regungen und erhabenster Empfindungen eröffnete. So sei denn die Erzählung der Offenbarung, wie sie uns h…

  5. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 144

    144 hat, wer nicht das Walten des Gottesgeistes um sich und in sich vorher wahrgenommen, zu dem redet die lauteste Gottesrede unvernehmlich und unverständlich. Es genügt nicht Religion durch Unterricht zu empfangen, sondern man muß durch di…

  6. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 145

    145 זיוו של בני אלא יתעדן ב׳ או ג׳ חדשים ואח״כ ילך לאסכול׳ ״Noch ist das Kind nicht in den vollen Besitz der Gesundheit gelangt, mag es 2 bis 3 Monate noch sich erholen und dann in die Schule gehen." Ebenso Israel. Es genügte nicht, daß es …

  7. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 146

    146 der Propheten sich von der Grundlosigkeit dieses Vorwurfs überzeugt sah, den möge diese schlichte Bemerkung unserer Weisen eines Bessern belehren. Doch warum auf eine Bemerkung der alten Erklärer Hinweisen, wo unsere eigene Textesstelle…

  8. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 147

    147 bie Worte ״ נעשה ונשמעWir wollen thun und wollen verstehen" — knüpfen, wie viel Gewicht sie namentlich auf die Reihenfolge erst ״thun" und dann ״verstehen" leger!. Da sagen sie: In dem Augenblicke, wo Israel das ״Thun" dem ״Verstehen" v…

  9. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 148

    148 standtheile desselben disputiren wollen. — Wollt ihr den Grund wissen, warum, wie so es kommt, daß so Mancher das Göttliche verläugnet, das Heilige verhöhnt, das ewig Wahre verläßt, kurz, alles das nicht begreift, was für Andere das Höc…

  10. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 149

    149 fern will. An uns ist es, zu beweisen, daß wir vom Geiste dieser Religion erfüllt, daß wir von seiner großen Aufgabe für die Menschheit durchdrungen sind, von dem Streben, daß nicht blos Israel, sondern daß jedes Volk als ein auserwählt…

  11. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 150

    150 fohlen. Lasset erkunden uns, m. Th., dieser unsrer Festesfreude Grund und Anlaß, indem die andern Feste und ihre Freude vergleichend wir gegenüberstellen, damit vollbewußt wir uns freuen, wir zujubeln unserm Gotte! Amen. I. ״ ושמחתם לפנ…

  12. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 151

    151 Hinlenkt es unfern Blick auf die Frühlingsblumen der Menschheit, auf die zarte Jugend •- auf unsre Kinder! Wohl erwachet da volltönender Dankesjubel. Doch er kann nicht austönen, denn die bange Frage tönet dazwischen אם הן בנים ״ של קיי…

  13. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 152

    zum Heile führen und glücklichem Leben! Am Tage der Gesetzgebung bestimmt der himmlische Richter, wie in dem Körper entfalten sich werden Geist und Gemüth und Verstand! Ungleich vertheilt sind diese höchsten Güter des Lebens! Ungleich verth…

  14. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 153

    153 Jubel? Tiefer Ernst, Reue und Buße drücken diesem Feste ihr Gepräge auf! Ernst und nicht heiter, mehr Ausdruck der Sorge und des Bangens, als der Freude und der Hofsnung, so stehen die anderen Feste vor uns! II. ״Ihr sollet euch freuen …

  15. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 154

    154 entgegen — Verlusten, um so großer, schwerer und härter, als herrlicher, ncidenswerther und süßer ist unser Besitz. Und doch, Freude an Gott und Freude in Gott lodert in uns, und wird nicht ersticket. Eine Hütte, — hinfällig ist alles E…

  16. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 155

    X. Unsere Huldigung und unsere Losung. UredigL zum KeöurLsLag des deutschen Kaisers. Von Rabbiner Dr Schwarz in Karlsruhe. M. a. Z.! Unter allen Bildern, deren die Sprache sich bedient, um hervorragende Männer zu verherrlichen, dürfte keine…

  17. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 156

    156 schenden Zeitideen in sich ausgenommen. Denn, m. A., wer seine Zeit nicht gründlich kennt, der weiß nicht, was ihr noth rhut, wer nicht ganz in der Gegenwart lebt, kann für keine Zukunft sorgen. Jedes Zeitalter hat darum ein begründetes…

  18. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 157

    157 Jemandem die untrüglichen Zeichen göttlicher Huld und himmlischer Gunst gewahren. Wie aber müssen sich erst diese Gefühle und Empfindungen steigern, wenn zu diesen äußerlichen Zeichen noch persönliche Verdienste hinzukommen, wie müssen …

  19. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 158

    153 zu werden. Und er hat Wort gehalten; ein H o henz oll er, hat er stets dem Hohen Anerkennung und Hochachtung gezollt, ein treuer Sohn seines Stammes, hat er die eigene Kraft nach jeder Richtung auszubilden und zu erhöhen gesucht, um sie…

  20. 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 159

    159 als uns schon seine vollbrachten Thaten und Leistungen Liebe und Bewunderung einflößen. Doch, m. A., die Frage ist nicht auf welche Weise solch' natürliche und berechtigte Gefühle und Empfindungen in unserer Brust geweckt werden, sonder…