Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 2 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 72)
- Language
- German
- Belongs to
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zum Heile führen und glücklichem Leben! Am Tage der Gesetzgebung bestimmt der himmlische Richter, wie in dem Körper entfalten sich werden Geist und Gemüth und Verstand! Ungleich vertheilt sind diese höchsten Güter des Lebens! Ungleich vertheilt ist aller Mühen Ertrag! Des Einen Feld ward sonniger beschienen, des Andern Flur mehr gefeuchtet vom Regen des Himmels. Ueppiger ist Diesem, voller Jenem erwachsen die Ernte. Alle Wünsche und alle Hoffnungen erfüllt Niemandem das Geschick. Jeder scheint in eines Andern Hand das zu erblicken, was er sich gewünschet, was er ersehnet hat. Gott bestimmt und vertheilet in verschiedenem Maße die Frucht der Arbeit. Reicher gesegnet ist sie hier, weniger ertragreich dort geworden. Diese Ungleichheit nun, m. Fr. — oft Mangel an dem, was uns wirklich noth thut, noch öfter aber das Mißbehagen über das reichere Behüben und das höhere Gedeihen des Nebenmenschen, — Neid und Mißgunst, vergellen uns die Freude des Sommerfestes, verbittern uns den Frohsinn des Lebenssommers, da in markiger Kraft wir ringen und schaffen. Mit feinem Spotte zeichnen unsere Weisen den Grund, weshalb nur einmal am Schowuoth von uns gefordert werden kann Festesfreude: בא מועד לוקח לו בשרי ומבשלו לשמוח בשביל המועד בא לאכול נותן לכל אחד מבניו אחד אומר חלקו. של אחי גדול משלי ונמצא מיצר ״ בתוך שמחתוBeim Nahen des Festes kauft der Vater Fleisch und läßt es bereiten zum Freudenmahle. Da man zum Essen sich anschickt, giebt er Jedem seiner Söhne einen Theil. Da aber erhebt sich Streit und Unfrieden. Jeder findet, daß das Antheil seines Bruders größer sei, als das Seine, so wird Lech der Freude beigemischt, wird allzuschnell umdüstert die Festesfeier, der Heiterkeit ein End' bereitet." Nun kommt des Jahres Schluß. Ein neues Jahr beginnt. Was wird das Schicksal bringen, welch Geschick mir beschieden sein? ״ הנפשות נידונות בר״הAm Roschhaschana fällt Gott die Entscheidung über das Leben und Gedeihen der Menschen. Kanns Wunder nehmen, m. Th., daß da auch nicht einmal wir uns aufgefordert fühlen zur Freude und zum