Mannheim
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187419241975
  1. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 31

    31 bin ich doch beim Zerknirschten und Demüthigen, zu beleben das Gemüth der Erniedrigten, zu beleben das Herz der Zerschlagenen. Amen. IV. Der dreifache Adschiedssegen. Medigt zum Schlußfeste von Rabb. D1\ Gronemann in Strasburg, W./Pr. כי…

  2. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 32

    32 damit uns, wenn wir seines unmittelbaren Eindruckes entbehren, wenigstens eine Gabe von ihm erfreue und beglücke. Und wenn es nun gar eine ehrfurchtgebietende Erscheinung ist, die uns verläßt, so wünschen wir noch mehr, wir wollen, daß s…

  3. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 33

    33 c I. Zunächst also, m. A., wünschen wir uns jenen Segen, den nach der Ausführung der Weisen Gott selbst über Israel ausgesprochen. Darunter möchte ich verstanden wissen den Segen, der unmittelbar von Gott kommt, nicht erst durch Thora un…

  4. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 34

    34 Schlimmes mich treffen"! Dann schaue er hin nach dieser Erscheinung in der Natur — und sie wird seine vermessene Ansicht am Einleuchtendsten widerlegen. Was ist es denn, das den gleichsam in Todesschlaf gesunkenen Erdboden zu ueuen! fruc…

  5. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 35

    V 1׳ — 35 — Jahre weniger zu, aber wie oft ist es vorgekommen, daß er ganz ausgeblieben, und wie oft ist in Folge seines gänzlichen Mangels ein Theil der Menschheit zu Grunde gegangen? Was der Psalmist vor Jahrtausenden gesprochen, das bete…

  6. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 36

    —?6 — fer uns noch nicht mitgegeben, sondern wir haben ihn uns erst zu erringen. Worin besteht nun aber der Segen der Thora? Er besteht darin, daß uns diese davor bewahrt, ganz auszugehen in unsere niederen Arbeiten und Beschäftigungen und …

  7. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 37

    37 immer gewesen, als ob ein belebender Gotteshauch eure Reihen 9 durchziehe, euer Antlitz erleuchte und verkläre? Nein, ihr könnt nicht so gering denken von. dem Segen der heiligen Thora; ihr würdet alsdann schänden euren eigenen Namen, de…

  8. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 38

    38 mengerollt liegen soll? Nein, warnend ruft uns noch am Schlüsse die morgige Haphtara zu: לא ימוש שפר התורה ״ הזה מפיךes soll nicht weichen das Buch der Thora aus deinem Munde, und du sollst Nachdenken über sie Tag und Nacht." Und mag es …

  9. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 39

    39 ihr ganzes Leben zu einer שמחת תורה zu einer Freude mit der Thora gestaltet und vor Allem des Mannes Mose משה ״ עלה למרום והוריד עוז מבטחהder in Himmelshöhen emporgestiegen und sie uns von dort gebracht, sie, unsere Veste, unsere Zuversi…

  10. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 40

    — 40 — mir jene Frommen unsere Väter und Ahnen, Lehrer und Vorbilder nennen dürfen? Müssen mir nicht von heiligem Eifer entflammt werden, uns zu würdigen Gliedern auszubilden in der großen Kette, welche, zusammengesügt aus den Guten und Edl…

  11. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 41

    ihr Vater zu ihm gesprochen", und so steht auch an der Spitze des Segens von Mose: ״ וזאתDas ist der Segen, mildem Mose gesegnet." Also Mose knüpft seinen Segen an an Jatob, Jakob an Isaak, Isaak an Abraham — ist das nicht deutlich genug? D…

  12. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 42

    42 Als Mose jene herrliche Abschiedsmorte an Israel richtete, da stand er schon hart an der Schwelle des Todes. וזאת הברכה אשר ברך משה איש האל׳ את בני ישראל לפני מותי ״Das war ein Segen, den Mose den Kindern Israel gespendet, vor seinem Tod…

  13. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 43

    wahrt hat. Mögen auch uns, m. A., die frommen Verklärten vor Augen schweben, mögen auch wir aus der Erinnerung an sie Segen schöpfen, dann werden auch wir in unserer Todesstunde nicht die schwarzumflorte Gestalt des Todesengels vor uns sehe…

  14. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 44

    44 Besitze oder bei Anderen noch zu fordern haben. Jeder anständige Kaufman muß sein Soll und Haben, das Verhältniß des Einen zum Anderen, genau prüfen und kennen, denn wer nicht weiß, was er soll, der weiß auch nie was er hat.— Wenn uns Je…

  15. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 45

    45 Phantasie-Gebilde an deren Stelle zu setzen, ich rede von unseren Naturalisten und Socialisten. Der Naturalismus leugnet jede Religion, der Socialismus jedes Eigenthum. Die Naturalisten, von denen mir ja schon am Rosch haschanah gesproch…

  16. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 46

    Anderen überein, wir anerkennen die Göttlich keit der Religion und die Unantastbarkeit des Eigenthums, denn wir sagen, nicht die Natur hat uns zu sagen, was wir s ollen, sondern Gott und Religion, nicht die Natur bietet die Güter der Mensch…

  17. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 47

    47 der That ist dieser Götzendienst der einzige, der wahrhaft gefährlich und verderblich, der einzige, der unausrottbar und unvertilgbar, der jeder Zeit und Cultur trotzt, aller Bildung und Wissenschaft hohnspricht, vor keiner Aufklärung un…

  18. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 48

    48 derbare! Kein Wunder, m. F., wenn die Thora, wenn das Judenthnm diesen mächtigen und gemeinschädlichen Feind unablässig bekämpft und mit allen möglichen Mitteln aus dem Felde zu schlagen sucht. Wir haben bereits am Rosch haschanah die Ni…

  19. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 49

    49 vom Anderen ab, das Eine ist die Folge des Anderen. Wenn wir nämlich in religiöser Beziehung glauben, daß nicht die Natur, sondern Gott dem Menschen zu sagen hat, was er soll, dann glauben ^wir auch in sozialer Beziehung, daß nicht die N…

  20. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 50

    50 weit es den Leib schwächt und dem Menschen die nöthige Kraft benimmt, von Peßach und Milah gar nicht zu reden, das Speisegesetz wurde für eine Lächerlichkeit, und bis die Trichineu entdeckt wurden, das הדר für ein unschuldiges, frommes T…