Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9616701-9617072-9616729--0805-9616775- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Anderen überein, wir anerkennen die Göttlich keit der Religion und die Unantastbarkeit des Eigenthums, denn wir sagen, nicht die Natur hat uns zu sagen, was wir s ollen, sondern Gott und Religion, nicht die Natur bietet die Güter der Menschheit zu. gleichen Theilen, sondern Gott bietet sie, und zwar איש כמתנת ידו כברבת ה׳ אלהיך אשר:תן לך dem Einen mehr, dem Anderen weniger, je nach dem Segen, den der Ewige, dein Gott, dir gibt. (5. B. M. 16, 17.) Und diese unsere Anschauung zu beweisen und zu begründen, sei die Aufgabe unseres heutigen Vortrages. Den Text bildet ein Wort unserer Lehrer, es lautet wie folgt: In der Schrift heißt es: לקחתם לבב »Und ihr sollt euch nehmen am ersten Tag Frucht von schönen Bäumen u. s. w." (3. B. M. 23. 40); hierzu bemerken unsere alten Lehrer ״ לכם־משלכםIhr sollt nehmen von dem, was euch gehört, was euer Eigenthum ist. (Suka 29.) 1. Wir finden, m. A., in der Thora nur einen Götzendienst, der unablässig bekämpft, vor dem unaufhörlich gewarnt, und der als Ursprung aller Sünden und menschlichen Verirrungen dargestellt wird, das ist der Naturcultus, die Vergütterung der Kräfte und Elemente in der Natur. Wenn Gott der Herr selber in seiner Offenbarung am Berge Sinai den Götzendienst verbietet, vor Götzendienst warnt, sagt er (2. B. M. 20,2): ״Du sollst dir keinerlei Bild und keinerlei Gestalt machen, weder von dem, was im Himmel oben, noch von dem, was aus der Erde unten, noch von dem, was im Waffer unter der Erde ist"; und wenn Mose in Mischne Thora wieder seine warnende Stimme gegen den Götzendienst erhebt, sagt er wieder (5. B. M. 4, 19) ״Und daß du nicht erhebest deine Augen gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels und verleitet werdest und dich vor ihnen niederwerfest und ihnen dienest" u. s. w. Das Eine wie das Andere verbietet den Naturcultus, die Anbetung und Vergötterung der Natur. Unö in