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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 41

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 41 (sequence 41)
Language
German
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ihr Vater zu ihm gesprochen", und so steht auch an der Spitze des Segens von Mose: ״ וזאתDas ist der Segen, mildem Mose gesegnet." Also Mose knüpft seinen Segen an an Jatob, Jakob an Isaak, Isaak an Abraham — ist das nicht deutlich genug? Der Segen eines Mose konnte nur dadurch den rechten Inhalt gewinnen, daß dieser große Lehrer zurückgezogen aus die frommen Vorfahren, die Summen ihrer reichen Segnungen auf sich hat einwirken lassen. Und wenn der größte Prophet in Israel aus der Vergangenheit den Quell des Segens sich hat Zuströmen lassen, in wie hohem Grade sollen wir es erst thun, m. A.? Und wenn wir heute eine besondere Trauerfeier begehen für die Verklärten, die des Höchsten Wille aus unserer Mitte gerissen, müssen wir da nicht vor Allem uns erneuern das Andenken Jener, welche die heilige Thora zur Leuchte ihres Lebens gemacht? Ja, hintreten wollen wir vor einen Mose, vor einen ׳Abraham, einen Isaak und einen Jakob und vor alle, die in den verschiedenen Zeiten sich als Zierden unserer Glaubensgemeinschaft erheben, hintreten wollen wir heute vor sie und uns erbitten ihren heiligen Segen, und wie es von Josua heißt:ויהושע בן נון מלא רוח חכמה כי סמך משה את ידו עליו ״Josua war voll des Geistes der Weisheit, weil Mose seine Hand auf ihn gelegt," so mag Mose und die geistesverwandten Männer auch auf uns seine Hand legen, auf daß auch wir erfüllt werden von dem Geiste der wahren Weisheit, dessen Anfang ja ist die Furcht des Ewigen. Und ist es nicht höchst lehrreich für uns, daß Mose, nkchdem er an den Segen der Vorfahren angeknüpft, den Segen den Ueberlebenden ertheilt hat? Gewiß, wenn wir den Segen der Vergangenheit in uns ausgenommen, wir werden ihn dann übertragen auf die Zukunft, ihn vererben auf unsere Kinder und Nachkommen. Bei der. heutigen Todtenfeier ist für uns unabweisbar der Gedanke, daß auch wir dereinst nicht mehr den Lebenden angehören werden. Wäre es da zu verwundern, wenn eine derartige Vorstellung Schwermuth und Betrübniß in unserer Brust erzeugte? Aber seht!

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