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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 39 (sequence 39)
Language
German
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39 ihr ganzes Leben zu einer שמחת תורה zu einer Freude mit der Thora gestaltet und vor Allem des Mannes Mose משה ״ עלה למרום והוריד עוז מבטחהder in Himmelshöhen emporgestiegen und sie uns von dort gebracht, sie, unsere Veste, unsere Zuversicht?" Hat doch sogar nach unserem Textesworte erst der Segen eines Mose die beiden anderen veranlaßt. כיון שבא משה לברך את ישראל באה התורה והקבר, למרר ״ את ישראלErst, da Mose erschien, Israel zu segnen, erst dann erhob sich die Thora und Gott, gleichsalls Israel zu segnen." Denn in der That — nur dem Segen und dem segenbringenden Auftreten eines Mose haben wir es zu verdanken, daß wir uns auch bewußt werden des Segens Gottes in der Natur und an unserem äußeren Leben, und daß wir uns auch zu erringen streben den Segen der Religion in uns selbst. — Und soll ich euch auseinandersetzen, inwiefern wir denn von Mose und den ihm gleichenden Männern der Vorzeit uns noch heute können segnen lassen? Ich antworte daraus mit dem bekannten Spruche: ״ זכר צדיק לברכהDas Andenken der Frommen ist an sich schon ein Segen." Nicht bloß die Thora, sondern auch das Leben derer, die ihre Lehreu gleichsam in sich verkörpert, ist ein kostbarer Schatz, der sich bis aus die spätesten Zeiten vererbt, und die auch der Aermste und Dürftigste in Israel genießen darf. Wir haben oben von der Thora gesagt, daß sie Einheit schafft zwischen dem Reiche des Himmels und dem Reiche der Erde. Die Erinnerung an die Frommen stellt gleichfalls eine Einheit her, die Einheit zwischen den früheren und den späteren Geschlechtern, sie ist der Frieden, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit einander verknüpft. Sie hält uns vor Augen, daß wir nicht abgeschlossen für uns auf Erden leben, als wäre die Welt mit uns erstanden und als würde sie wieder mit uns zu Grabe getragen werden, sondern daß wir im innigen Zusammenhänge stehen mit denen, die uns vorangegangen und mit denen, die uns noch folgen werden. Und ist es schwer zu begreifen, inwiefern denn hierin für uns ein Segen liege? Muß es nicht ein wahres Hochgefühl in uns erzeugen, daß

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