Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 76)
- Language
- German
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84 konnten, er wollte den Triumph der Unschuld verkümmern! — Und bei solcher Beschaffenheit vergaß er bald das Geschehene, jagte ihnen nach zum rothen Meere — doch wie er endete, wisset ihr. So, meine Freunde, so gehet der Sünder, und wenn dies das hohe und höchste Maß ist, welches uns die heilige Schrift aufstellt, so wandeln doch mehr oder weniger denselben Weg viele der Gefallenen, und Einer stürzet auf den Andern. Wenn erst der Engel der Unschuld von uns gewichen ist, wenn die Stimme des Gewissens ungehört in uns verhallt, wenn das Wort des Herrn unbeachtet an uns vorübergeht, wenn erst laut oder sacht in unserer Brust der Rufertönt: Wer ist der Ewige? Ich kenne den Ewigen nicht — wo ist dann das Ziel? wo werden wir aufhören? wo wird uns der irregeleitete Fuß hinführen? Ach, unsre Augen, die sehen Alles, unsre Ohren, die hören Alles, die Wunder des Allbarmherzigen, die Worte des Allweisen, und die Thaten des sündigen Menschen — aber wenn der Geist nicht wach ist und nicht aufmerksam, die Seele nicht lauscht und horcht, dann find sie nicht Lehre und nicht Warnung, und wir wandeln den Weg Pharao's, des Königs von Aegypten. Die Weisheit rufet auf der Straße, spricht Salomo, läßt auf den Marktplätzen ihre Stimme erschallen — aber das wühlende Geräusch des Lebens übertönt sie, daß ihre Worte ungehört bleiben im Haufen. Darum, m. Fr., ehe die Schrecken kommen und die Stürme, ehe die Tage kommen, von denen Koheleth sagt: sie gefallen mir nicht, die Tage des Mißgeschicks und des Alters, ehe diese kommen, wollen wir rufen wie der Prophet an jener Stelle fortsährt: M? 7« 7I2M1 NV1P Aus, laßt uns zurückkehren zu unserm Volke und zu unsrer Heimath — und was ist anders euer „Volk", Israeliten, als Israel und sein heiliges Erbtbeil, die Thora des Herrn?— und was anders eure „Heimath", als eure väter-