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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 61

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 61 (sequence 83)
Language
German
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IRI
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61 I. Die Worte unsers Textes, geliebte Zuhörer, die ich eben verlesen, sie enthalten außer ihrem geschichtlichen Inhalte, indem sie uns Aufschluß geben über die ganze Bedeutung des Auszuges Israels aus Aegypten, eine tiefe Lehre, die wir naher betrachten wollen. Bauen wir, meine Freunde, ein Werk auf, nicht gemeiner Art, so legen wir erst eine Grundlage, setzen die Stockwerke auf einander, und das Dach, die Krone darauf; auf dem Sockel der Säule erhebt sich der Schaft, der das Capital trägt; der Thurm ruht auf dem Gewölbe, steigt kühn hinaus, und endet sich in vergoldeter Spitze, die weit über das Land ausschaut. In unserm Texte, meine Freunde, baut sich ein solches Gebäu auf, das bis heute in unser Leben hineinschaut. Fragen wir aber zuerst, welches .ist die goldene Spitze? 'N Ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin! das war das Ziel, der höchste Zweck. Um dieses zu vollsühren, daß in der Zeit allgemeinen Dunkels dieses Licht gezündet würde, mußte ein ganzes Volk durch und durch erschüttert werden, so erschüttert, daß diese Erschütterung in ununterbrochener Reihenfolge sich von Geschlecht zu Geschlecht fortpflanzte. Um eine solche Bewegung hervorzubringen, damals zu bewirken, in der Zeit des kindlichen Glaubens, der Verstandes- und Begiffsschwäche, mußten Wunder geschehen, plötzliche Abirrungen, seltsame Erscheinungen in der Natur zu diesem besonder« Zweck. Auf daß aber diese geschehen, mußte Gelegenheit dazu vorhanden sein, Pharao mußte die Israeliten nicht ziehen lasten wollen, weil ein leichter, schneller Auszug nicht wunderbar erschienen wäre, und so den Glauben und die Erkenntniß, daß droben ein Ewiger, ein Alleiniger, Allmächtiger throne, in Israel nicht bewirkt und befestigt hätte — diese ganze Höhe mußte von einem sichern unwandelbaren Gewölbe getragen werden: der Ewige ist auch der Herr der Geister, und greift unmittelbar in das Innere der menschlichen Seele! Dies lehrt unser Text in den Worten:

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