Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 74)
- Language
- German
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92 Ahron schleunigst, und sprach demüthig: ''NdMN Ich habe gesündiget diesmal; der Ewige ist der Gerechte, ich aber und mein Volk die Sünder. Flehet, flehet zum Ewigen, genug ist des Donners Gottes und des Hagels, ich will euch entlassen und ihr sollt nicht länger bleiben! Als er aber sah, sagt die Schrift, daß der Regen aufgehört und der Hagel und der Donner, da fuhr er fort zu sündigen und ließ die Israeliten nicht ziehen. Denn wie das gebeugte Rohr sich trotzig erhebt, wenn der Sturm vorüber ist, so steht der Verstockte wieder trotzig auf, wenn die Schrecken der Natur vorübergegangen ohne ihn zu treffen. — Doch, m. Fr., das Herz des Sünders geht aus solchem Kampfe dennoch nicht wieder hervor wie es hineingegangen: er hat die Macht kennen gelernt und seine Schwäche, und was er nicht mit Gewalt zu erringen vermag, das sucht' er nun mit List und Schlauheit zu erlangen. Denn als seine Diener gegen ihn zu murren anfingen, und zu fragen: Wie lange soll uns noch der zum Verderben sein? da sagte er: Ziehet ihr Männer, aber die Kinder mögen Zurückbleiben; und als die Heuschrecke das Land bedeckte und verdunkelte, und das Kraut des Feldes und die Frucht des Baumes verzehrte, da suchte er Mose zu begütigen und sprach: Vergib doch nur diesesmal meine Sünde, und flehet zum Ewigen, euerm Gott, daß er nur diesen Tod von mir nehme; und als die dichteste Dunkelheit sich über Aegypten lagerte, daß Einer den Andern nicht sah und Keiner aufzustehen vermochte, da sprach er: Ihr und eure Kinder mögen nur ziehen, aber euer Vieh lasset zurück. Aber der Mann Gottes, Mose, stand unerschüttert und in unbewegter Einfalt da: NO"W Nicht eine Klaue bleibe zurück! Da, als der Tyrann keine Gewalt und kein Bitten, keine List und keine Drohung den unveränderlichen Beschluß, Abrahams Nachkommen zu befreien, besiegen sah, da schwoll noch einmal sein Herz von unbändigem Trotze: Hebe dich hinweg von mir, wahre dich,