Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 72)
- Language
- German
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Worte aus dem Abschnitte hervor, den wir heute verlasen. Heute ist der dritte Sabbath, und der kommende der vierte, wo jener ewig denkwürdige Theil der Thora uns vorgeführt wird, der über die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei handelt. Nun zwar drängt es mich, von dieser Befreiung, dem Vorbilde aller Schicksale Israels, zu sprechen; aber der heilige Festtag wird kommen, wo von derselben zu handeln ist, darum halte ich mich an die Worte des Propheten, die ich schon ausgesprochen. Denn einen Gefallenen zeigt uns jetzt die Thora, wie es keinen wieder gegeben, jenen Tyrannen Pharao, der, so oft gemahnt, die Israeliten ziehen zu lassen, es immer verweigerte, verweigerte trotz allen göttlichen Strafen und Winken, verweigerte trotz dem sichtbaren Willen der Gottheit, es immer versprach und sein Wort nicht hielt, nachgab und wieder zurückkehrte, bis er in die Tiefe des Meeres siel, und wie Einer stürzet auf den Andern, Hunderttausende seines Volkes mit sich in den Abgrund riß. Nicht umsonst erzählt uns dies die heilige Schrift so ausführlich, sondern daß wir insbesondere auch daraus lernen können: 1) wie da Sünder gehen, und 2) wie es Sündern ergeht. Dies wollen wir daraus erfahren, und darum folget meinen Betrachtungen. I. Als Mose zum ersten Male vor Pharao erschien und sprach: Also sprach der Ewige, der Gott Israels, laß mein Volk ziehen — da rief Pharao aus: "Ä Wer ist der Ewige, 1'-1P2?My daß, ich auf seine Stimme hören soll,' .Ny Israel ziehen zu lassen? Ny ''N^'dr^ Ich kenne den Ewigen nicht, N^)Wy ^YNM? Ny 2)1 und Israel werde ich nicht ziehen lassen. — Meine Freunde, so sprechen verstockte Sünder, wenn der Ruf Gottes, wenn der Ruf der Tugend, wenn der Ruf der Barmherzigkeit an sie zum ersten Male ergeht. Noch blühen sie in der Fülle ih-