Mannheim
Compact Memory
1,128 pages · page 41Sort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
285
192619321938
  1. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 57

    ,r»7 aus der gegenwärtigen Zwangslage propagiert wurde, wurde bisher nicht bewilligt, obwohl man nicht wissen kann, ob dieser Schritt nicht doch noch von den Engländern getan werden wird. Als Ausweg aus der heutigen Sackgasse haben die Engl…

  2. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 58

    58 der legten fünfzehn Jahre noch nicht gekannt hat. Die Forderungen der Araber, die in der Praxis auf ein völliges Abbrechen des Palästinaaufbaus hinauslaufen *—■ keine Einwanderung mehr! —• sind von den Juden mit aller Entschiedenheit zur…

  3. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 59

    Tf 59 Ein Hafen entsteht Tel Aviv — der jüdische Hafen im Mittelmeer. Eine Bildreportage von R. Weissenstein, Tel-Aviv. Dies ist die kurze Geschichte, wie der Hafen von Tel-Aviv entstand: Gleich nach Ausbruch der Araberunruhen war am 20. Ap…

  4. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 61

    61

  5. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 62

    …es Schiff im »Hafen Tel-Aviv« Anker geworfen halte (Bild 4). Die »Cenlurti« hatte Zement mitgebracht, der emsig von aus Haifa herbeigeeilten jüdischen Hafenarbeitern, die bis vor kurzem in Saloniki gearbeitet hatten, ausgeladen wurde (Bild 5). A…

  6. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 63

    resboden gerammt (Bild 6). Von nun an wird Tag und Nacht an dem Ausbau des Hafens gearbeitet. In den Nächten unter dem Schuße von Scheinwerfern (Bild 7) und der jüdischen Hafenwache, die einige Störungsve'rsuche von aus Jaffa herbeigekommen…

  7. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 64

    64 aus Port Said für den Tel-Aviver Hafen und nahm ebenso das jüdische Frachtschiff »Atid«, den ersten palästinensischen Export »via Haf…

  8. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 65

    6S sen. Längs der Küste von Palästina, wo Juden siedeln, wurde, wie zur Zeit der ersten jüdischen Besiedlung Erez Israels, in den legten Jahren eifrig Seesport getrieben. Der Hafen von Tel-Aviv entstand und eine geschulte Schar von jüdische…

  9. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 66

    66 Georg Langer: Leiden und Heilung in der Kabbala und im Chassidismus Warum werden Menschen und selbst die Gerechten und Vollendeten v…

  10. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 67

    67 sprach: »In Gen. 1, 31 heißt es: Nun überblickte Gott, alles was er erschaffen hatte, und fand es sehr gut.« Alles also, was er geschaffen hat, alles, selbst die Giftschlangen, Skorpione und Moskito-Fliegen, selbst solche, die als Zerstö…

  11. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 68

    68 Sonst würde es Gott dem Arzte anrechnen, als ob dieser Blut vergießen und den Kranken töten würde. Gott will nämlich, obwohl sich jener Mann in seinem »königlichen Leidensgefängnis« gefesselt befindet, daß sich um ihn ein Mensch bemühe u…

  12. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 69

    …ten leiden, damit eine besondere Bevorzugung des auserwählten Volkes durch die Gnade des Krankseins nicht auffalle . .. Willy Haas: Journalismus und Judentum Der Eintritt der Juden, eines seit Jahrhunderten entpolitisierten Stammes, in die allgemeine…

  13. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 70

    70 bare Liebe für das Deutschtum in seinen tiefsten, mystischgeheimnisvollen Tiefen wurde sozusagen schon in der ersten Stunde der Assimilation vom Antisemitismus der deutschen Romantik zurückgestoßen (— obgleich die preussische antisemitis…

  14. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 71

    71 nären Lager. Der tief demokratische Charakter unserer religiösen Grundauffassung, daß der Mensch an sich, also jeder Mensch ein Abbild Gottes sei, der großartige revolutionäre Chiliasmus unserer Propheten, der visionäre Traum von einem k…

  15. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 72

    72 digen. Uns interessiert hier vor allem das psychologische Motiv: der unbedingte Assimilant, dem das Gefühl der Unsicherheit seiner sozialen und seelischen Position auch den gesunden Instinkt verwirrt, und der in dieser ungesunden Haßlieh…

  16. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 73

    73 ganz unentschuldbar. Tragisch werden sie wiederum erst durch die völlige Verwirrung des Instinktes, der Takt und Maßstäbe verliert, und verantwortungslos au exzedieren beginnt. Hier erwächst aber dem jüdischen Betrachter von heute die tr…

  17. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 74

    74 vorgehoben zu werden, daß er der einzige sei, der im Korsaren nicht geschmäht wurde«. Er nennt das Lob des »Korsaren« eine Beschämung und einen Schimpf. Das war gewiß als offene Provokation gedacht und geschrieben — aber niemals durfte G…

  18. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 75

    75 des konservativen Blattes, Gjödwad, während Kierkegaard die Schlußzeilen jenes Angriffes gegen den »Korsaren« schrieb, neben ihm stand, um das Manuskript sofort in die Druckerei zu bringen. Wäre also die Polemik des »Korsaren« auf der po…

  19. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 76

    76 reinigung gewesen wäre. Daß Genies verkannt und verfolgt werden, ist eine Selbstverständlichkeit. »Das Ärgernis muß ja kommen«, heißt es im Evangelium Matthäi, »doch wehe dem Menschen, durch welchen Ärgernis kommt.« Und es fährt fort: »S…

  20. 1937-01-01 · 5697 (1936-1937) · p. Seite 77

    …ttet. Was in Heine nur innerer Bruch blieb, in Börne Verwirrung der Instinkte — das trieb in seinen legten Konsequenzen Daniel Lessmann zum Selbstmord: die unglückliche, zurückgestoßene Liebe zum deutschen Volk. Der jüdische Journalismus hat tausendmal da…